Sonntag, 7. September 2014

Fundstücke

Die gesammelten Muscheln aus dem letzten Urlaub, wollte ich etwas in Szene setzen, damit die Erinnerung an die Tage am Meer nachhallen kann. Die Frage war nur....wo und wie.

Bestimmt könnt ihr euch noch an die Zeit erinnern, als Setzkästen total IN waren. Ich denke, dass dies so Anfang der 80er war. Jedenfalls habe ich aus dieser Zeit noch so einen kleinen Setzkasten, der seit langem ein sehr stiefmütterliches Dasein führte.

Wie Phönix aus der Asche erlebt er nun ein Revival und hat mit Muscheln bestückt in unserem Bad eine neue Bestimmung gefunden.



Die restlichen Fundstücke kamen in mein Muschelglas in dem sich große und kleine Muscheln aus unseren Urlauben tummeln.


Während ich so am Muschel betrachten und Einsortieren war, kam mir die Idee einige besonders schöne Muschelfundstücke mit ähnlicher Färbung als Ensemble in einer Schale zu präsentieren.
Also habe ich eine Glasschale mit etwas Sand gefüllt und dann die Muscheln der Größe nach arrangiert.


Damit nicht genug. Schon seit längerem wollte ich aus einem alten Spiegel, von dem nur noch der Rahmen übrig geblieben war (das Teil habe ich so auf dem Sperrmüll gefunden) einen Postkarten- oder Fotohalter machen.

Das ging eigentlich ganz flott. Ich musste nur die Rückwand entfernen und dann Drähte, die ich auf der Rückseite mit Hilfe von Reißzwecken befestigte, spannen. Zum Schluss brachte ich noch einen Haken für den Nagel an und Voilà




Samstag, 6. September 2014

Testreihe

Die Kernreste der Hagebutten, die beim Passieren in der Flotten-Lotte geblieben sind, fand ich zu schade um wegzuwerfen. Einen kleinen Teil habe ich zurück behalten, um zu testen ob sich der Trester ohne große Umstände trocknen lässt. Mein Plan war es den getrockneten Trester dann als Vogelfutter zu verwenden. Dann stieß ich jedoch auf den sogenannten Kernlestee. 

Da dachte ich mir ich gebe dem Trester mal eine Chance als Tee und wenn er schmeckt, könnte ich einmal Kernlestee herstellen. Denn schließlich soll der Tee eine Vitamin C-Bombe sein und zugleich entwässernd wirken!


Also mein erstes Fazit: Den Tee kann man durchaus trinken. Leider habe ich mich mit der Dosierung etwas vertan, der Tee ist nämlich etwas dünn geraten. Dennoch schmeckt man eine fruchtige Vanillenote. Ich werde jetzt anderes Vogelfutter herstellen :) Ob es nun notwendig ist die Kerne mühsam vom Rest zu trennen, darüber muss ich noch nachdenken.

die Metamorphose der Kartoffelpuffer, Reibekuchen, Reiberdatschi oder auch immer sie genannt werden

Ab und zu habe ich richtig Lust auf Kartoffelpuffer. Wir mögen sie SEHR gerne mit Apfelmus. Gestern habe ich sie auch mit der frischen Hagebutten- und Brombeermarmelade verspeist - genial :) kann ich dazu nur sagen.

Wie das immer so ist blieben einige viele übrig.....wegwerfen wollte ich sie auf keinen Fall. Da mir aber nicht gleich eine Verwendungsmöglichkeit eingefallen ist, habe ich wie so oft, das I-net-Universum befragt. Es antwortete mit dem Vorschlag kleine Kartoffelpizzen daraus zu machen.

Ähnliche Zutaten hatte ich vorrätig. So sah meine Variante aus:

mit Tomatensugo, ganz klein gewürfeltem Schinken, gehackten Champignons, Gewürzen und geriebenem Parmesan.

Ansonsten genieße ich auch die Farben des Spätsommers. Es ist soooo schön, wenn die Rauke blüht. Man könnte meinen man wäre am Rand eines Rapsfeldes :).
euch ein schönes, sonniges und kreatives Wochenende! Herzlichst eure bjmonitas

Freitag, 29. August 2014

von Kaffeebohnen und (m)einem roten Faden und was sich sonst so getan hat

um für das kommende Jahr terminplanerisch gerüstet zu sein, hatte ich mir schon vor den Ferien einen neuen Planer zugelegt. Mein Roterfaden:


Die Hülle ist aus einem Stück schwarzem Tanzboden gefertigt. Das Innenleben ist aus Filz. Am allerbesten gefallen mir ja die Klammern. Sie halten alles an Ort und Stelle, selbst einzelne Seiten können eingeklemmt werden. So konnte ich meinen jetzigen Kalender ebenso einklemmen, wie auch meine Strickanleitung. Wegfliegen gehört jetzt der Vergangenheit an. Zugegeben das Teil hat seinen Preis, aber ich wollte mir einfach etwas Schönes gönnen, zumal ich durch meine jetzige Tätigkeit weniger mit elektronischen Medien arbeiten kann/muss.

Auch das war noch vor unseren Ferien. Tichiro hatte Lama-Sockenwolle von Frankengarn vorgestellt und einen Rest verlost. Ich war eine Millisekunde zu spät und Tina bot mir ihr Probeläppchen an. Ich sagte zu, obwohl ich nicht recht daran glaubte, dass sie mir es wirklich zuschicken würde. Sie tat es!!
Logischerweise habe ich mich wie Bolle darüber gefreut und zwar nicht nur über die 20gr. Lamasockenwolle, sondern vor allem dass ich jetzt mit eigenen Augen und Hände sehen und fühlen konnte, wie fest Tina strickt. Unglaublich!!! Ich selbst stricke auch nicht locker, aber von der Festigkeit bin ich noch um einiges entfernt. Nochmals vielen Dank liebe Tina!

Dieses Paar Restesocken wurde noch im Juni fertig.

Als dann die Hitze im Juli über uns hereinbrach, verging mir auch die Lust, die Nadeln klappern zu lassen und auch sonst war mir gar nicht nach Kreativität.

Der August stand dann komplett im Zeichen von Urlaub, Sonne und Meer.
Zunächst ging es nach Frankreich. Mit im Gepäck hatte ich das Buch: Bretonische Verhältnisse von Jean-Luc Bannalec. Der Krimi passte so schön zu unserem Urlaub, auch wenn wir es nicht ganz bis in die Bretagne geschafft hatten. Uns verschlug es unter anderem nach Le Pouliguen
Leider war das Wetter recht durchwachsen, so dass ich nur einmal im Atlantik baden war. Neben dem Schmökern, waren wir auf Muschelsuche. Richtigerweise sollte man sagen, dass wir auf Schneckensuche waren. Es ist eines meiner Lieblingsbeschäftigungen, wenn ich am Meer bin - es ist einfach meditativ, entspannend und mit der Nase so dicht am Boden, atmete ich auch gute Salzluft ein.
Hier ein Teil meiner Ausbeute:

Am schwierigsten war es die europäische Kaurimuschel zu finden. In Frankreich nennt man sie "graine de café". Ganze 5 "Kaffeebohnen" konnte ich ergattern!!!
Ich habe mal ein paar Kaffeebohnen daneben gelegt. Das Bild habe ich auf einem Dorfflohmarkt in Haselund erstanden. Denn aus Frankreich heimgekehrt, legten wir zu Hause einen kurzen Zwischenstopp ein, um die Kleider etc. zu wechseln, um dann fast nahtlos gen Nordfriesland aufzubrechen.

Das schöne Wetter hatte sich kurz nach unserer Ankunft zwar verflüchtigt, aber wir sind auf solche Umstände vorbereitet und beschäftigen uns anderweitig. Die Stricklust kam zurück und ein weiteres Paar Restesocken wurde fertig.

Einerseits war das toll, dass sie so fix von den Nadeln gesprungen sind, andererseits hatte ich keinen Wollnachschub dabei. Also bin ich los und habe mir ein Knäuel Lana grossa Meilenweit namens Hermes ausgesucht und gekauft. Ich wollte ein Sockengarn, das mich ans Meer erinnert und dessen Farben aufgreift.





Als Muster habe ich mir das Kürbissuppe von Ewa Jostes ausgesucht. Ich meine es sieht auch als Nordsee gut aus, oder?



Außerdem konnte ich davon profitieren, dass zuvor sehr viel gutes Wetter herrschte und in diesem Jahr alles viel früher reif ist, als im letzten Jahr.
So war ich mehrmals unterwegs um Heckenrosen zu pflücken. Hier ein Teil meiner Ausbeute an Hagebuttenmarmelade. Einige Gläschen habe ich schon verschenkt.
Da ich auf dem Dorfflohmarkt auch einen Entsafter für gerade mal 5 Euronen erstehen konnte, gab's auch noch Fliederbeerensaft.

Die vier Gläschen Brombeer-Vanillemarmeladen hatte ich zwischen Frankreich und Nordfriesland gekocht, aber erst jetzt etikettiert. Mir waren die Etiketten ausgegangen und dann kam ich auf die Idee schmale Haftnotizen zu verwenden und diese dann mit Tesa festzukleben. Ich glaube, dass es nun einfacher ist die Etiketten wieder zu entfernen, wenn die Gläser geleert sind.

Und weil wir Hagebuttenmarmelade über alles lieben, habe ich noch Früchte mit retour genommen. Erst werden die Äpfel entsaftet dann rücke ich den Hagebutten an den Leib.
Zwei weitere Bücher habe ich im Urlaub gelesen: 2.  Schatten der Macht von Sidney Sheldon und 3. Im Schatten des Templers von Nuria Masot. Die Leselust ist auch wieder da - dank der Lesebrille, die ich nun mein eigen nennen darf. Die Anschaffung hatte ich sooo lange vor mir hergeschoben, aber nun bin ich heilfroh, meine Eitelkeit bezwungen und mich aufgerafft habe beim Optiker vorbeizuschauen.

Last but not least möchte ich zum Abschluss dieses Beitrages mein Abschiedsfoto von der Nordsee mit euch teilen:

herzlichst eure bjmonitas





Samstag, 19. Juli 2014

und es ist Sommer

und ich hänge mit Vielem aus den verschiedensten Gründen total hinterher. Damit ich für einen Moment die rote Laterne abgeben kann, poste ich heute kurz und knapp und zeige euch das Gesteck, welches ich für das Sommergemeindefest 2014 erstellt habe.

Fensterblatt und die purpurne Blume habe ich aus einem Gesteck entnommen, welches schon fast hinüber war. Neu sind der Flamingoschnabel und die orangefarbene Blume. Da ich keine Floristin bin, kann ich euch nicht mit den Namen dienen. Mir fehlt auch im Moment auch die Zeit in Inet zu recherchieren.

Mein Ziel war es, ein Gesteck zu gestalten, welches mit den vorhandenen Farben des Paramentes harmoniert. Bis auf das Purpur im Zentrum des Arrangements ist es auch stimmig. Das Purpur bildet den Kontrapunkt und somit die klitzekleine Disharmonie, die die Spannung erzeugen soll.

Das Fensterblatt und der Flamingoschnabel sind so in das Gesteck eingebracht, dass das Gesteck dreidimensional wirkt und somit Bewegung in das Arrangement bringt. Da ich 4 anstatt 3 Blumensorten verwendet habe, geht es nicht als Ikebana-Gesteck durch ;).

Ich hoffe es gefällt euch dennoch. Ich wünsche euch einen schönen Sommer, wunderschöne Urlaube und Erlebnisse. Herzlichst eure bjmonitas

Samstag, 14. Juni 2014

700 Schafe

Über diese Nachricht bin ich gerade gestolpert. In Gijón einer Stadt in Asturias gab es eine Prozession mit 700 Schafen zur Eröffnung des Volksfestes, welches zu Ehren vom Schutzpatron San Antonio gefeiert wird.

Für Schafliebhaber ist das Video leider zu kurz geraten, aber als Appetitanreger taugt es allemal :). Also lasst euch vom Spanischen nicht abschrecken und schauts euch an wenn ihr mögt.

Euch ein schönes Wochenende! LG  bjmonitas

PS: Zu persönlicheren Posts bin ich im Moment nicht fähig, da mich die Uni und der Alltag soo fest im Griff haben, dass kaum mehr was anderes geht. Sobald mehr Muße vorhanden ist, berichte ich weiter vom Jungfalken - da ist die Story noch nicht fertig erzählt; von meiner Reise nach Nantes davon wollte ich ja auch noch etwas mehr erzählen und last but not least von meinen kreativen Unternehmungen.


Donnerstag, 29. Mai 2014

Huch wer klopft denn da an?

Vor etwa 10 Minuten klopfte ein Flüge gewordenes Turmfalkenjunges an unser Fenster an. Die Katzendamen und wir waren zunächst erschrocken, dann doch höchst interessiert. Leider habe ich es nicht geschafft das Beäugen von den Katzen und dem Turmfalke fotografisch festzuhalten. 
Dafür aber, wenn auch in schlechter Qualität, das Turmfalkenjunge:


Ist es nicht bezaubernd!? In den fast 10 Jahren, die ich hier wohne, kam ein Turmfalke noch nie so nah heran.

Mich freut es riesig, denn ich dachte lange es gäbe dieses Jahr kein Gelege. Das Pärchen, welches treu im Kirchturm wohnt, war dieses Jahr nämlich unverhältnismäßig ruhig und weder zu hören noch zu sehen, so dass ich schon dachte sie hätten ihr Domizil aufgegeben. Bin ich froh, dass ich mich geirrt habe und sie mit Erfolg gebrütet haben.

Drückt die Daumen, dass die Main-Coon aus Nachbarschaft dem Vogel keine Feder krümmen kann. Noch einen schönen Rest-Vater-Tag. LG bjmonitas