Sonntag, 8. März 2015

Energetisch

gut aufgeladen bin ich heute schon vor dem Wecker aufgewacht. Diesen hatte ich mir nämlich gestellt, weil ich bis heute morgen weder Inspiration noch Motiviation hatte wie ich das Blumengesteck gestalten sollte......
Manch eine wird vielleicht jetzt denken, wieso macht sie sich den Stress. Dann geht man einfach in nen Supermarkt kauft ein Sträußchen und gut ist. Klar so gehts auch und es reicht auch vollkommen. Letzte Woche habe ich es auch genauso gemacht. Zeit für etwas eigenes herzurichten hatte ich nicht. Also gings in den Supermarkt, der leider schon sehr ausgesucht war. Es gab noch Narzissen. Sie durften dann mit und sie kamen in eine schöne Glasvase - fertig.

Da einige dieser Narzissen schon schnell verblüht sind, musste Ersatz her.....nur welcher und wie und überhaupt, war wie gesagt bis heute morgen bis auf eine Zutat noch nicht entschieden.

Gestern konnte ich günstig eine ziemlich gebeutelte Hyazinthe erstehen, die sollte Verwendung finden, wenn keine der Narzissen ansehnlich genug wäre, um ins Gesteck zu kommen. Schnell bin ich noch in den Pfarrgarten geschlichen und habe zwei Forsythienzweige abgeschnitten. Die Baumrinde hatte ich noch im Fundus so wie eine Glasschale und zwei Metallstecklinge. Daraus ist dann dieses Gesteck entstanden:


So habe ich es gemacht:
die Metallstecklinge habe ich in die Glasevase platziert. Das Stück Baumrinde war bereits mit einem Loch versehen durch das ich die Hyazinthe vorsichtig geschoben habe. Die Hyazinthen habe ich zuvor vorsichtig von der Erde befreit. Die kleineren Pflänzchen wurden neben den Forsythienzweig gesteckt. Auf den zweiten Metallsteckling arrangierte ich die Narzissen, die ich entsprechend gekürzt habe. Den zweiten Forsythienzweig habe ich schräg angeschnitten, so konnte ich ihn stabil auf den Steckling setzen, obwohl der Zweig weit hinausreicht.

Thematisch schließt sich das Gesteck bündig an mein letztes Gesteck an.

Der Frühling ist zwar im Vormarsch, aber es gibt noch viele kahle Stellen, braune Blätter hängen noch an den Buchenhecken oder liegen noch auf dem Boden. Wenn die Frühlingsblüher den Weg durch die kalte Erde schaffen und ihre Knospen öffen, freut es umso mehr unser Auge.
Diese Gefühlslage wollte ich in diesem Gesteck zum Ausdruck bringen.

Ich freue mich, dass ich heute morgen mit guter Energie geladen aufgewacht bin. Das ist meine heutige Sonntagsfreude! Euch auch einen schönen Sonntag. Herzlichst eure bjmonitas

Samstag, 7. März 2015

Nachlese

Gestern habe ich mit den Senioren den WGT (Weltgebetstag) gefeiert. Die Frauen der Bahamas waren die Gastgeberinnen. Das bedeutete, dass sowohl der Gottesdienst in deren Verantwortung lag als auch die Zusammenstellung der landestypischen Speisen und Getränke, die im Anschluss an den Gottesdienst beim gemeinsamen Mahl verspeist werden. Ich konnte schöne Stoffe, die die Farbenpracht der Bahamas widerspiegeln ergattern (nun überlege ich was ich mir damit Schönes machen könnte....). 
Der Altar (Teilausschnitt) sah dann so aus:


Die Füsse (ca 50 St.) wurden zuvor mit den Besuchern in der Tagespflege gemeinsam gebacken und sie wurden im Anschluss an die Andacht mit einem leckeren Fruchtcocktail gemeinsam verspeist. Gestern habe ich von dem leckeren Gebäck nichts gegessen, weil ich seit Aschermittwoch auf Kaffee und auf Süßkram verzichte. Samstags ist der Tag in der Woche, wo ich mir ein kurzes Fastenbrechen erlaube.
Also habe ich mir den Esszimmertisch mit dem schönen Flamigostoff ein paar Narzissen hergerichtet, um dann den Butterkokosfuss, bei dem die Fussnägel mit Himbeer-Erdbeermarmelade lackiert sind bei einem Glas Matchalatte zu genießen.


Wer sonst wie heute seinen Kaffee, Tee etc genossen hat könnt ihr hier erfahren. Ein schönes Wochenende wünscht euch bjmonitas

Dienstag, 3. März 2015

ein klitzekleiner Ausschnitt eines Regenbogens

ziert seit gestern wieder mein Gärtchen. Meine Zwergiris oder Netzblattiris hat die erste Blüte geöffnet. Es sind noch 3 weitere Knospen vorhanden, die sich auch bald öffnen werden. Im letzten Jahr sah das noch ganz anders aus. Da hatte ich zwar die grünen schmalen schwertförmigen Blätter im Beet noch vorgefunden, aber sie blühte nicht. Ich befürchtete schon, dass sich ihr Ende naht und sie so langsam eingeht. Hach ich bin gerade voller Freude, weil mich die kleine Iris Lügen gestraft hat und mich in diesem Frühjahr wieder mit ihrer Blüte erfreut.

In der griechischen Mythologie ist die Iris die Personifikation des Regenbogens. Der Regenbogen ist ein gutes Stichwort, um die Überleitung zu den Karnvalsöckchen hinzukriegen ;). Denn bunt sind sowohl der Regenbogen als auch der Karneval oder wie man in meiner Gegend sagt die Fastnacht.
Bunt wie die Fastnacht war jedenfalls das Thema für den Februar. Die Wollreste waren schnell gefunden, die dieser Vorgabe entsprochen haben.

Ich wollte endlich mal Blendersocken stricken, die diesen Namen auch verdienen. Mehrere Anleitungen und Tipps hatte ich schon durchgelesen, aber so richtig kapiert hatte ich es nicht. Das wollte ich natürlich so nicht auf mir sitzen lassen. Ein neuer Versuch musste her. Es sollten Socken in Größe 22/23 werden, um sie der größeren Schwester zu schenken für deren Bruder ich die "Easter"-Babybooties genadelt habe. Außerdem hatte ich den Rat von Birgit beherzigt: Socken parallel zu stricken, wenn man nicht genau absehen kann ob die Wolle reicht oder nicht. Bei den Miniresten, die ich verarbeiten wollte, war das die richtige Methode, damit sich die Söckchen gleichen.

Das Blendern ist mir beim Schaft noch nicht so wirklich gelungen *seufz*. Ab der Ferse hatte ich den Dreh dann raus.....manchmal dauerts eben länger. Ich hoffe, dass sie dennoch Gefallen finden. Wie sonst auch habe ich eine Herzchenferse im Halbpatent gefertigt. Die Fußspitze ist mit Beilauffaden gestrickt - sicher ist sicher. Die Söckchen gleichen sich auch nahezu perfekt. Es hat sich gelohnt mit zwei Nadelspielen parallel z.u stricken :).

Jetzt gehe ich mal hier lubbern was die anderen so kreiert haben und weil ich hier mit Resten gearbeitet habe zeige ich sie auch beim Upcycling-Dienstag. Interessantes und Inspirierendes so bunt wie ein Regenbogen ähm wie die Iris.... Viel Spass beim Stöbern und frohes Schaffen. Eure bjmonitas

Freitag, 27. Februar 2015

Printempas

Seit Anfang des Jahres mache ich beim KAL "aus Resten die Besten 12für15" mit. Meine Januarsöckchen habe ich hier schon gezeigt. Die Februarsocken sind zwar schon fertig, aber weil mich die bösen Viren geärgert haben, steht dieser Post noch aus.
Auch wenn wir uns noch nicht im März befinden, habe ich bereits mit den Märzsocken begonnen. Das Thema lautet - Frühlingserwachen - (pastell- und frühlingsfarben). Da Pastellfarben nicht zu meinem Farbspektrum gehören, muss ich n'bissle "schummeln". Damit die Farben weicher also pastelliger wirken werden sie in weiß eingebettet. Dazu habe ich mir ein Muster ausgedacht und weil eine Mitstrickerin in der Gruppe wissen wollte, wie das Muster gestrickt wird, habe ich es aufgeschrieben. 

Erfahrung in Musterschreiben habe ich keine und so hoffe ich, dass es dennoch verständlich ist. Noch sind die Socken nicht fertig. Deshalb kann ich im Moment nur mit einem Anstrickfoto dienen. Das Bild vom Endprodukt wird nachträglich hochgeladen.

Printempas

Restesocken im Fair-Islestil 



Man benötigt:
2 Reste mit Farbverlauf (in meinem Fall ist ein Rest ein Multi (A) und ein Rest mit längerem Farbverlauf(B))
1 Rest in Uni C
Die Maschenanzahl muss teilbar durch 4 sein
Ich habe 64 Maschen angeschlagen und gleichmäßig auf die Nadeln des Nadelspiels verteilt. Dann wird es zur Runde geschlossen.
Zunächst werden 5 Reihen links mit C gestrickt. Dann folgen 3 Reihen glattrechts und zwar 1 Reihe in A, 1 Reihe mit B, 1 Reihe mit A
Es folgt eine Reihe rechts in C und dann wieder 5 Reihen links auch in C. Dann strickt man wieder 3 Reihen glattrechts indem man allerdings mit B beginnt, dann 1 Reihe in A und wieder eine Reihe in B.
Wieder strickt man eine Reihe rechts in C die beiden weiteren Reihen werden wieder links in C gestrickt.
Nun folgt das Muster:
Meine Technik ist wie folgt ich stricke jede Runde zweimal, weil ich drei Fäden gleichzeitig verstricke. D.h.
1. Reihe
Die 1Ma hebe ich einfach auf die rechte Nadel. 1 Ma in A und 1 Ma in B, 2 Ma werden auf die rechte Nadel gehoben. Der Abfolge wird wiederholt bis man die Runde fertig ist. Dann strickt man die ungestrickten Maschen in C als linke Maschen.
2. Reihe
1Ma wird wieder auf die rechte Nadel gehoben. 1 Ma in B und 1 Ma in B, 2 Ma werden auf die rechte Nadel gehoben. Der Rapport wird wiederholt bis man die Runde fertig ist. Dann strickt man die ungestrickten Maschen in C als linke Maschen.
3. Reihe
Eine Reihe in der Farbe C wird so gestrickt wie die Maschen erscheinen.
4. Und 5. Reihe
Werden links gestrickt.
Die Reihen 1-5 sooft wiederholen bis der Schaft lang genug ist.
Meine bevorzugte Fersenform ist die Herzchenferse, aber jede andere Ferse kann hier gestrickt
werden. Die Ferse wird in C und in Halbpatent gearbeitet. Für den Fuß muss das Muster angepasst werden, weil keine linken Maschen mehr gestrickt werden:
1. Reihe
Die 1Ma hebe ich einfach auf die rechte Nadel. 1 Ma in A und 1 Ma in B, 2 Ma werden auf die rechte Nadel gehoben. Der Abfolge wird wiederholt bis man die Runde fertig ist. Dann strickt man die ungestrickten Maschen in C als rechte Maschen.
2. Reihe
1Ma wird wieder auf die rechte Nadel gehoben. 1 Ma in B und 1 Ma in B, 2 Ma werden auf die rechte Nadel gehoben. Der Rapport wird wiederholt bis man die Runde fertig ist. Dann strickt man die ungestrickten Maschen in C als rechte Maschen.
3. Reihe entfällt
4. Und 5. Reihe wird in C in rechten Maschen gestrickt.
Die Fußspitze wird in C gestrickt.

Viel Spass beim Nachstricken. Herzlichst bjmonitas

Dienstag, 24. Februar 2015

Böse Viren

hatten mich in den letzten beiden Wochen befallen. Es ging mir so schlecht, dass mir sogar die Lust aufs Werkeln vergangen war. Die verspäteten Weihnachtsgeschenksocken konnte und wollte ich hier auch nicht präsentieren. Glücklicherweise währt ja so eine grippale Infektion nicht auf ewig und mir geht es jetzt wieder gut. Ich kann also wieder werkeln und posten, wenn mir danach ist. Das ist ein schönes Gefühl :).

Nach wie vor versuche ich, den Bestand meiner Sockenwolle zu reduzieren. Meine Mutter sollte zu Weihnachten ein neues Paar Socken bekommen (ziemlich spät dran war ich, denn die Socken wurden erst nach Weihnachten fertig). Da mir das Muster "Broken Seed Stitch" wirklich gefällt und sich so viele verschiedene Farbkombinationen gestalten lassen, war schnell klar: dieses Muster muss es sein. Ich wählte ein Lindgrün als solid und ein Verlaufsgarn in Herbstfarben (rostrot, orange, blau, grün)



Die Herzchenferse habe ich im Halbpatent gestrickt, um sie auf diese Weise zu verstärken. Da ich die lindgrüne Wolle vor Jahren bei Wollrödel gekauft hatte, gab es dort leider in dieser Farbe keinen Beilauffaden mehr zu kaufen :(. So war ich gezwungen den Faden doppelt zu nehmen, damit die Fußspitze solide ist und so lange halten wird. Jetzt sind die Fußspitzen etwas dicker als gewünscht, aber es ist noch vertretbar (Glück gehabt).

Mit welchen Tricks arbeitet ihr, damit Socken langlebiger werden?

Die Socken werden getragen und geliebt....da fiel es mir dann doch nicht so schwer, sie ziehen zu lassen.  Weil ich mich mal dienstags zu Wort melde, kann ich  hier meine Socken zeigen und selbst stöbern gehen. Es gibt bereits viel zu gucken. Also nix wie hin!

Bleibt gesund! Herzlichst eure bjmonitas

Donnerstag, 29. Januar 2015

“Baby Booties Easter”

“Baby Booties Easter” nach eliZZZa (Videoanleitung in 2 Teilen) ist mein Beitrag beim KAL "aus Resten die Besten 12für15".
Das 1. Monatsmotto lautete: Januar - Winterzeit - weiß/blau (in allen Variationen).
Eigentlich bin ich nicht so der Typ, der sich für so lange Zeit an ein Projekt oder eine Sache bindet - es wird mir da schnell langweilig. Andererseits füllen noch so viele Reste meine Kisten, dass ich zum Entschluß gelangte, ich könne so meine Reste sinnvoll aufbrauchen.

Eine Nachbarin bekommt im Frühjahr ihr zweites Kind (einen Jungen) und weil sie immer so nett ist, meine Pakete anzunehmen, wollte ich zur Geburt Babyschühchen stricken.
Die Anleitung von eliZZZa gefiel mir da am besten. Es reizte mich hier mal eine andere Herangehensweise auszuprobieren.

Aus diesen Resten à la bleu et blanc:

wurden diese beiden auserwählt:



Diese Booties sind wirklich einfach zu stricken, aber leider nicht ganz so einfach dann fertigzustellen. Gefühlt dauerte das Vernähen genauso lange wie das Stricken.....

Mein Fazit:
Wer mit dem Nadelspiel auf Kriegsfuß steht, der ist mit dieser Art Babysocken zu stricken bestens bedient. Das Vernähen ist zwar etwas mühsam, aber diese Mühe wird am Ende durch die knuffige Formgebung und dem interessanten Strickmusterverlauf belohnt. Außerdem ist diese Anleitung für Strickanfänger ideal, weil eliZZZa dazu Anleitungsvideos gedreht hat.

Vielen Dank für's Vorbeischauen! Herzlichst bjmonitas



Sonntag, 25. Januar 2015

Dinosaurier oder die Königin der Laubgehölze



Magnolie/Magnolia




Die Magnolie ist für mich eines der faszinierensten Laubgehölze. Wo sich die Magnolie  wohlfühlt belohnt sie die Menschen mit einem Blütenrausch. Das Besondere und zugleich Aparte ist, dass die tulpenähnlichen Blüten noch vor den Blattwuchs erscheinen und in mitunter leuchtenden Farben, zart und elegant den Baum einkleiden. Sie verleiht jedem Garten einen Hauch von Exotik. So ist es nicht verwunderlich, dass sich beim Anblick dieser Fülle erste Frühlingsgefühle einstellen, was ihr den Status "Königin der Laubgehölze" aus meiner Sicht zurecht einbringt.

Die Magnolie ist aber auch eine Dinosaurerin, denn sie blühte schon zu der Zeit, als es auf der Erde noch keine Bienen oder Hummeln gegeben hat. Käfer, die sich in die noch geschlossenen Blütenkelche zwängten, übernahmen zu der Zeit die Aufgabe der Bestäubung. Es gibt ca. 230 Arten, wobei die meisten Magnoliensorten in Asien vorkommen. Einige Arten sind allerdings auch in Nordamerika heimisch. Vermutlich wurde die Grande Dame der Ziergehölze vor der letzten Eiszeit auch in Mitteleuropa heimisch.

Magnolien sind für Chinesen das Symbol weiblicher Schönheit, Reinheit und Süsse. Dort wurde und wird sie übrigens nicht nur wegen ihrer Schönheit geschätzt: Mit ihren Blütenblättern wird Reis aromatisiert, in heißem Öl ausgebackene Magnolienblüten sind eine Köstlichkeit der chinesischen Küche. Und aus der Rinde der Magnolia officinalis, die das Alkaloid Magnocurarin enthält, wird in der Traditionellen Chinesischen Medizin ein beruhigendes Tonikum hergestellt.

Mit dem Buddhismus kamen Magnolien im 7. Jahrhundert nach Japan. Sie fanden dort rasch Eingang in die Gartenkultur, in die Literatur und die Malerei.
Magnolien dienten seit alters her aber auch medizinischen Zwecken. Ein Extrakt aus der Rinde der Echten Magnolie (Magnolia officinalis) liefert ein Medikament mit stark belebender Wirkung.


In Nordkorea gilt die Magnolie (Sommermagnolie) als Nationalsymbol.

Die Grand Dame der Ziergehölze ist eine Kosmopolitin. Ihren Namen hat sie von der karibischen Insel Martinique mitgebracht. Der französische Botaniker Charles Plumier (1646–1704) entdeckte dort eine Pflanze, die bei den Einheimischen den Namen „Talauma“ trug. Plumier nannte sie zu Ehren von Pierre Magnol (1638–1715) Magnolia/Magnolie. Wie es sich für eine Königin geziemt, stellt sie eine eigene Pflanzengattung dar.

Mich hat dieses Wochenende die Magnolie als florales Gestaltungsmittel beschäftigt. Dabei wollte ich die Königin der Laubgehölze mit einigen Hofdamen in Form von weißen Ranunkeln vorfrühlingshaft in Szene setzen. Da uns der Winter noch fest in seinen Fängen hält, durfte er im Arrangement auch noch eine Rolle spielen und im Zusammenspiel mit den Blüten die nötige Spannung erzeugen, um den Kampf zwischen Frühlingserwachen und Winterzeit symbolisch darzustellen.

und so habe ich es gemacht:

Als erstes habe ich den Platanenzweig so auf den Tisch platziert, dass er stabil und sicher liegt. Die Korkenzieherhaselzweige habe ich an geeigneten Stellen eingeschoben. Dabei sollte ein Zweig mittig in die Höhe steigen. Die beiden anderen Zweige hatten die Aufgabe den Platanenast in seiner Ausprägung zu unterstützen.
Da sich alle Zweige Dank der Korkenzieher gut und stabil einfügen ließen, mussten sie nicht extra mit Draht fixiert werden. Die Ranunkeln bekamen einen frischen Anschnitt, die grünen Blätter wurden entfernt und in die vorbereiteten Vasen gesteckt. Schließlich wurde der Magnolienzweig angeschnitten, in die Vase gebracht und im Gesteck so platziert, dass er mit dem zentral angebrachten Haselzweig zu einer Einheit verschmelzen konnte. Die Ranunkelvasen platzierte ich so ans Gesteck, dass der Eindruck entsteht, die Frühlingsblüher strecken sich mit aller Macht zum Licht. Sie nehmen den "Kampf" gegen den Winter auf, um ihn zu besiegen, aber es wird noch um den Sieg gerungen.

Verwendete Materialen:

einen Magnolienzweig
drei Korkenzieherhaselzweige
einen interessant geschwungener Platanenzweig
7 Ranunkeln
8 lange schmale Glasvasen mit etwas breiterem Fuss

So ein Altargesteck kann viele Impulse setzen, und auf seine ganz eigene Art die Beiträge im Gottesdienst unterstreichen und/oder unterstützen. Meine Aufgabe sehe ich als erfüllt an:

  • wenn sich der Betrachter zum Träumen/Nachdenken eingeladen fühlt, 
  • wenn der Anblick des Gesteckes das Nachdenken unterstützt.
  • Wenn es einfach das Auge erfreut
  • oder wenn es den Rahmen schafft, den Gottesdienst entsprechend zu untermalen.

Schließlich möchte ich euch noch ein Gedicht vorstellen, das sich thematisch mit der Magnolienblüten auseinandersetzt.

Magnolienblüten



Magnolienblüten verleiten
beim Wachen ins Träumen zu gleiten,
Gedanken des Alltags zu meiden,
sich einfach am Schönen zu weiden.

Wie freut dich der Knospe Erfüllung
nach nächtlich versteckter Enthüllung,
Wie schmeichelt den Augen die Seide
der Blüten im taufrischen Kleide.

Magnolienblüten verleiten,
Erinnern an fahlgrauen Zeiten
durch Bilder vom Lenz zu ersetzen.
Schau hin und du weißt es zu schätzen!
 Verfasser: Ingo Baumgartner 

Habt eine schöne Woche! Herzlichst eure bjmonitas

PS: mit diesem Beitrag nehme ich bei Sonntagsfreuden teil