Samstag, 19. April 2014

Es gibt im Kreislauf der Natur

weder Sieg noch Niederlage. Es gibt nur Bewegung. So heißt es in den Schriften von Accra.

Diese Tatsache stellt mich jedes Jahr wieder vor neue bzw. andere Herausforderungen, wenn es an der Zeit ist, mich mit dem Gedanken an Ostern und den Osterschmuck zu machen. Jedes Mal durchlebe ich die Phase, dass in meinem Kopf ein Vakuum zu sein und mir die Inspiration auszubleiben scheint. Bewährtes kann nicht zum Zuge kommen, da die Blumen noch nicht blühen oder schon nicht mehr blühen und Neues scheint nicht in Sicht. So auch dieses Jahr. Bis ich letzten Mittwoch die Schwertlilien im Kirchhof entdeckte. Sofort wusste ich die mussten ins Arrangement. Tulpen in violett hatte ich noch. Gemäß der Moribana-Tradition fehlte mir nur noch eine Zutat. Diese letzte fiel mir heute Mittag ins Auge. Bei uns sind nämlich die Maiglöckchen aufgeblüht.

Meine Zutatenliste stand also fest:
Schwertlilien in zartlila
Tulpen in violett
Maiglöckchen, sowohl die Blätter als auch die Blüten
Moos
Dekoeier
und eine Baumscheibe

und weil Ostern ist, habe ich nicht nur Blumenschmuck auf dem Altar, sondern auch davor drapiert.
Die Baumscheibe hatte ich auch schon letztes Jahr in Verwendung. Das Arrangement sah zwar ähnlich und doch anders aus.

In meinem Buchkalender steht für diese Woche folgender Satz: "Wenn du die Dinge anders als gewohnt machst, läßt du zu, dass ein neuer Mensch in dir wächst." (Auf dem Jakobsweg)

In diesem Sinne wünsche ich euch und mir, dass wir die Dinge immer wieder anders als gewohnt machen. Die Natur hilft uns dabei. Euch allen frohe Ostern! bjmonitas


Dienstag, 1. April 2014

ein Ufo weniger in meinem Universum

das ist jetzt kein Aprilscherz, aber die Hedera-Socken, die mir heute von den Nadeln gehüpft sind, habe ich sage und schreibe seit Juni 2013 auf den Nadeln. Hier hatte ich bereits davon berichtet. Wenn ich so darüber nachdenke, kann ich es selbst kaum glauben, dass sie so lange halb fertig in der Box lagen. Am Muster hat das bestimmt nicht gelegen, dass mich die Unlust übermannte. Denn das Hederasockenmuster ist wirklich total eingängig ohne dabei langweilig zu sein. Allerdings hatte ich so meine Probleme mit dem Garn. Ich wollte meiner Tochter Socken für das Frühjahr stricken. Deshalb wählte ich ein Sockengarn mit Baumwollanteil. Leider ist das Garn für meinen Geschmack recht rack bzw. es gleitet nicht so schön über die Nadeln, wie ich es von der herkömmlichen Sockenwolle gewohnt bin.

Ich bin froh, dass diese kleine Kuh vom Eis ist und ich werde von Wolle mit Baumwollanteil erst einmal die Finger lassen.

Kennt ihr das auch, dass man kurz vor der Zielgerade das angefangene Projekt nicht fertig stellen mag?

Euch frohes Schaffen und habt morgen einen tollen Tag! LG bjmonitas

Samstag, 29. März 2014

Strelizie meets Springtime

Blüten wie von der Strelizie haben für mich einen ganz besonderen Reiz. Wenn ich sie betrachte, muss ich unweigerlich an Vögel wie Flamingos, Kronenkraniche oder Haubentaucher denken. Diese Frühlingsstimmung von balzenden Vögeln wollte ich ins Gesteck miteinfließen lassen.

Um diese Wirkung zu erzielen habe ich 2 Strelizien so in die Steckmasse eingebracht, dass sie beide in eine Richtung "schauen" so wie es die Flamingos zu tun pflegen, wenn sie tanzen.

Außerdem wollte ich, dass das Arrangement an Natur und Wald erinnert, um einen vorösterlichen Touch zu erhalten, ohne dabei außer Acht zu lassen, dass wir uns in der Passionszeit befinden und somit violett die dominierende Farbe ist.

Das Heidelbeerkraut sowie die Fresien und Tulpen sind locker in die Masse gesteckt. Auf diese Weise wollte ich die jetzt vorherrschende Leichtigkeit des Frühlings wiedergeben. Die in eine Richtung "blickenden" Strelizien sind im Zentrum und hervorstehend angebracht, um die Grazie, die Erhabenheit der Vögel darzustellen.





Verwendete Materialien:
2 Strelizien
5 violette Fresien
8 violette gefüllte und ungefüllte Tulpen
Heidelbeerkraut
Moos
Steckmoos




Mit diesem Frühlingsgruß möchte ich auch Viola willkommen heißen! Sie spinnt was das Zeug hält, schwelgt in Fasern und Farben und rattert gerne mit ihrer Nähmaschine, wenn sie mal alleine zu Hause ist.

Habt ein schönes Wochenende! LG bjmonitas

Sonntag, 2. März 2014

Nachherbilder

die Vorherbilder habe ich euch ja am 15.02.2014 gezeigt. Inzwischen hat sich das Gesteck ziemlich gewandelt. Die Größenverteilung zwischen Schachbrettblume und Durftnarzisse hat sich entschieden zugunsten der Duftnarzisse verändert.


Ansonsten herrscht Gleichklang. Sowohl die Duftnarzissen als auch die Schachbrettblumenblüten  stehen in voller Blüte. Während die Duftnarzisse ihrem Namen alle Ehre macht und den Raum mit ihrem zarten Duft füllt, hält die Schachbrettblume mit ihrem aparten Muster dagegen.




Die Schachbrettblume wirkt aber auch gut als Solistin.





Total fazsiniert bin ich vom feinen Muster der Schachbrettblume, die die Blütenblätter zeichnen und dem sie ihren Namen verdankt. Da musste ich mich kurzerhand mal an einem Makrofoto versuchen:


Nächsten Sonntag wird die Pracht vergangen sein. Die Blumen bekommen in meinem Vorgarten ein neues Zuhause.

D.h. verständlicherweise, dass ich mir in Punkto Blumenschmuck etwas Neues ausdenken muss. Eine Anregung habe ich heute morgen im Blog von himawari bekommen. Mal sehen ob mir das Gesteck auch so perfekt gelingt wie himawari.
Vielen Dank für den Besuch und einen schönen Sonntag! Bjmonitas












Donnerstag, 27. Februar 2014

in kleinen und großen Schritten geht's voran

Es ist kaum zu glauben, aber die Sonne hat bereits jetzt schon mächtig viel Kraft. Denn anders kann ich mir nicht erklären, dass sowohl Borretsch als auch Veilchen in meinem Vorgärtchen angefangen haben zu blühen und das bereits im FEBRUAR!!!

Zumindest heute habe ich das Gefühl, dass ich über dem Berg bin und der Frühling wirklich Einzug gehalten hat.....

Mein Projekt "Schals für Leib und Seele" geht auch voran, wenn auch in kleinen Schritten.
Der Prototyp ist gestrickt und ein Dutzend Mitstrickerinnen sind bislang gefunden. Da mir auch zwei weitere mit dem Nähen helfen kann es vielleicht doch schon Ende März so richtig losgehen.

An meiner Mafalda sieht der Schal recht kurz aus, aber wenn man sich vor Augen führt, dass er ja für Rollifahrer bestimmt ist, dann kommt es mit der Länge von 110 cm hin. Was mich total begeistert ist die Leuchtkraft der Wollmeisenfarben. Ich bin jetzt bespannt wie ein Flitzebogen, ob der Schal auch bei den Senioren ankommt.

Vielen Dank für's vorbeischauen und schöne Frühlingstage wünscht bjmonitas


Sonntag, 23. Februar 2014

der Prototyp

des Projektbeutels ist genäht! Nach reiflicher Überlegung welche Tasche denn am besten für das Projekt taugen könnte, einfach zu nähen ist und zudem noch ohne Reißverschlüsse auskommt ohne, dass alles herausfallen kann, ist unsere Wahl auf die japanische Knotentasche gefallen.

Als das klar war, haben wir den Schnittbogen hergestellt und die Stoffe gesichtet. Der Prototyp ist übrigens aus einer alten Kinderjeans entstanden. Auch wenn die Tasche noch etwas langweilig ausschaut, gefällt mir die Tasche total gut. Einfach die lange Schlaufe durch die kurze Schlaufe ziehen und schon ist die Tasche zu und nichts kann sich verselbständigen. Man kann sie sich wie eine Tasche umhängen oder zum Aufbewahren irgendwo aufhängen, was ich sehr praktisch finde:

Das allerbeste ist aber, dass die Anleitung frei verfügbar und auch noch super erklärt ist, so dass sogar ich als bloody Beginner damit zurechtgekommen bin! Man kann edle Stoffe vewenden, aber wie man an meinem Beutel sieht, eignet sich das Projekt auch gut fürs Upcyclen.

wilde Tauschsockenbande

als ob ich nicht genug angefangene Strickprojekte auf den Nadeln hätte, ich musste unbedingt auch noch bei der Tausch und Strickaktion "Wilde Tauschsockenbande" in Ravelry mitmachen. Ich bin in der 2. Gruppe, die Industriegarne getauscht und verstrickt. Jede Teilnehmer in der Gruppe nadelt jetzt nach ihrem Gusto Socken. Spannend ist es vor allem, weil bestimmt 5 verschiedene Kreationen herauskommen werden, auch wenn wir das gleiche Ausgangsmaterial verwenden.

Da ja bei Restesocken das Vernähen so ätzend ist, veräppele ich mich selbst indem ich die Fäden wieder in der Russian Join Methode direkt beim Stricken vernähe. Ein Fair-Isle Muster habe ich mir auch ausgedacht. Dabei habe ich festgestellt, dass es günstiger gewesen wäre wenn ich 6 verschiedene Reste zur Auswahl gehabt hätte. Nun läuft ein Garn ohne Muster mit, aber seht selbst:

An meinem Pullunder bin ich mittlerweile bis zu Halsausschnitt gekommen. Taugliche Fotos habe ich leider noch nicht machen können. Das werde ich nachreichen, wenn das Vorderteil komplett fertig ist. Mein Teststrickschal ist auch fast fertig, später davon mehr.

Ob ich heute noch zum Stricken komme, kann ich noch nicht sagen. Denn es kommt nachher eine Freundin vorbei, die mir bei der Herstellung der Projekttaschen behilflich sein wird. Ich wundere mich manchmal selbst über mich, dass ich bei all diesen Baustellen nicht komplett den Überblick verliere. Solange es Spass macht und Freude bereitet, ist es gut so, denke ich. Ich freue mich eine neue Leserin begrüßen zu können. Kathleen schreibt einen schönen Bücherblog. Anregungen für neuen Lesestoff kann frau ja nie genug haben. Vielleicht schaut ihr mal bei ihr vorbei. Noch einen schönen Restsonntag wünscht euch bjmonitas