Freitag, 29. August 2014

von Kaffeebohnen und (m)einem roten Faden und was sich sonst so getan hat

um für das kommende Jahr terminplanerisch gerüstet zu sein, hatte ich mir schon vor den Ferien einen neuen Planer zugelegt. Mein Roterfaden:


Die Hülle ist aus einem Stück schwarzem Tanzboden gefertigt. Das Innenleben ist aus Filz. Am allerbesten gefallen mir ja die Klammern. Sie halten alles an Ort und Stelle, selbst einzelne Seiten können eingeklemmt werden. So konnte ich meinen jetzigen Kalender ebenso einklemmen, wie auch meine Strickanleitung. Wegfliegen gehört jetzt der Vergangenheit an. Zugegeben das Teil hat seinen Preis, aber ich wollte mir einfach etwas Schönes gönnen, zumal ich durch meine jetzige Tätigkeit weniger mit elektronischen Medien arbeiten kann/muss.

Auch das war noch vor unseren Ferien. Tichiro hatte Lama-Sockenwolle von Frankengarn vorgestellt und einen Rest verlost. Ich war eine Millisekunde zu spät und Tina bot mir ihr Probeläppchen an. Ich sagte zu, obwohl ich nicht recht daran glaubte, dass sie mir es wirklich zuschicken würde. Sie tat es!!
Logischerweise habe ich mich wie Bolle darüber gefreut und zwar nicht nur über die 20gr. Lamasockenwolle, sondern vor allem dass ich jetzt mit eigenen Augen und Hände sehen und fühlen konnte, wie fest Tina strickt. Unglaublich!!! Ich selbst stricke auch nicht locker, aber von der Festigkeit bin ich noch um einiges entfernt. Nochmals vielen Dank liebe Tina!

Dieses Paar Restesocken wurde noch im Juni fertig.

Als dann die Hitze im Juli über uns hereinbrach, verging mir auch die Lust, die Nadeln klappern zu lassen und auch sonst war mir gar nicht nach Kreativität.

Der August stand dann komplett im Zeichen von Urlaub, Sonne und Meer.
Zunächst ging es nach Frankreich. Mit im Gepäck hatte ich das Buch: Bretonische Verhältnisse von Jean-Luc Bannalec. Der Krimi passte so schön zu unserem Urlaub, auch wenn wir es nicht ganz bis in die Bretagne geschafft hatten. Uns verschlug es unter anderem nach Le Pouliguen
Leider war das Wetter recht durchwachsen, so dass ich nur einmal im Atlantik baden war. Neben dem Schmökern, waren wir auf Muschelsuche. Richtigerweise sollte man sagen, dass wir auf Schneckensuche waren. Es ist eines meiner Lieblingsbeschäftigungen, wenn ich am Meer bin - es ist einfach meditativ, entspannend und mit der Nase so dicht am Boden, atmete ich auch gute Salzluft ein.
Hier ein Teil meiner Ausbeute:

Am schwierigsten war es die europäische Kaurimuschel zu finden. In Frankreich nennt man sie "graine de café". Ganze 5 "Kaffeebohnen" konnte ich ergattern!!!
Ich habe mal ein paar Kaffeebohnen daneben gelegt. Das Bild habe ich auf einem Dorfflohmarkt in Haselund erstanden. Denn aus Frankreich heimgekehrt, legten wir zu Hause einen kurzen Zwischenstopp ein, um die Kleider etc. zu wechseln, um dann fast nahtlos gen Nordfriesland aufzubrechen.

Das schöne Wetter hatte sich kurz nach unserer Ankunft zwar verflüchtigt, aber wir sind auf solche Umstände vorbereitet und beschäftigen uns anderweitig. Die Stricklust kam zurück und ein weiteres Paar Restesocken wurde fertig.

Einerseits war das toll, dass sie so fix von den Nadeln gesprungen sind, andererseits hatte ich keinen Wollnachschub dabei. Also bin ich los und habe mir ein Knäuel Lana grossa Meilenweit namens Hermes ausgesucht und gekauft. Ich wollte ein Sockengarn, das mich ans Meer erinnert und dessen Farben aufgreift.





Als Muster habe ich mir das Kürbissuppe von Ewa Jostes ausgesucht. Ich meine es sieht auch als Nordsee gut aus, oder?



Außerdem konnte ich davon profitieren, dass zuvor sehr viel gutes Wetter herrschte und in diesem Jahr alles viel früher reif ist, als im letzten Jahr.
So war ich mehrmals unterwegs um Heckenrosen zu pflücken. Hier ein Teil meiner Ausbeute an Hagebuttenmarmelade. Einige Gläschen habe ich schon verschenkt.
Da ich auf dem Dorfflohmarkt auch einen Entsafter für gerade mal 5 Euronen erstehen konnte, gab's auch noch Fliederbeerensaft.

Die vier Gläschen Brombeer-Vanillemarmeladen hatte ich zwischen Frankreich und Nordfriesland gekocht, aber erst jetzt etikettiert. Mir waren die Etiketten ausgegangen und dann kam ich auf die Idee schmale Haftnotizen zu verwenden und diese dann mit Tesa festzukleben. Ich glaube, dass es nun einfacher ist die Etiketten wieder zu entfernen, wenn die Gläser geleert sind.

Und weil wir Hagebuttenmarmelade über alles lieben, habe ich noch Früchte mit retour genommen. Erst werden die Äpfel entsaftet dann rücke ich den Hagebutten an den Leib.
Zwei weitere Bücher habe ich im Urlaub gelesen: 2.  Schatten der Macht von Sidney Sheldon und 3. Im Schatten des Templers von Nuria Masot. Die Leselust ist auch wieder da - dank der Lesebrille, die ich nun mein eigen nennen darf. Die Anschaffung hatte ich sooo lange vor mir hergeschoben, aber nun bin ich heilfroh, meine Eitelkeit bezwungen und mich aufgerafft habe beim Optiker vorbeizuschauen.

Last but not least möchte ich zum Abschluss dieses Beitrages mein Abschiedsfoto von der Nordsee mit euch teilen:

herzlichst eure bjmonitas





Samstag, 19. Juli 2014

und es ist Sommer

und ich hänge mit Vielem aus den verschiedensten Gründen total hinterher. Damit ich für einen Moment die rote Laterne abgeben kann, poste ich heute kurz und knapp und zeige euch das Gesteck, welches ich für das Sommergemeindefest 2014 erstellt habe.

Fensterblatt und die purpurne Blume habe ich aus einem Gesteck entnommen, welches schon fast hinüber war. Neu sind der Flamingoschnabel und die orangefarbene Blume. Da ich keine Floristin bin, kann ich euch nicht mit den Namen dienen. Mir fehlt auch im Moment auch die Zeit in Inet zu recherchieren.

Mein Ziel war es, ein Gesteck zu gestalten, welches mit den vorhandenen Farben des Paramentes harmoniert. Bis auf das Purpur im Zentrum des Arrangements ist es auch stimmig. Das Purpur bildet den Kontrapunkt und somit die klitzekleine Disharmonie, die die Spannung erzeugen soll.

Das Fensterblatt und der Flamingoschnabel sind so in das Gesteck eingebracht, dass das Gesteck dreidimensional wirkt und somit Bewegung in das Arrangement bringt. Da ich 4 anstatt 3 Blumensorten verwendet habe, geht es nicht als Ikebana-Gesteck durch ;).

Ich hoffe es gefällt euch dennoch. Ich wünsche euch einen schönen Sommer, wunderschöne Urlaube und Erlebnisse. Herzlichst eure bjmonitas

Samstag, 14. Juni 2014

700 Schafe

Über diese Nachricht bin ich gerade gestolpert. In Gijón einer Stadt in Asturias gab es eine Prozession mit 700 Schafen zur Eröffnung des Volksfestes, welches zu Ehren vom Schutzpatron San Antonio gefeiert wird.

Für Schafliebhaber ist das Video leider zu kurz geraten, aber als Appetitanreger taugt es allemal :). Also lasst euch vom Spanischen nicht abschrecken und schauts euch an wenn ihr mögt.

Euch ein schönes Wochenende! LG  bjmonitas

PS: Zu persönlicheren Posts bin ich im Moment nicht fähig, da mich die Uni und der Alltag soo fest im Griff haben, dass kaum mehr was anderes geht. Sobald mehr Muße vorhanden ist, berichte ich weiter vom Jungfalken - da ist die Story noch nicht fertig erzählt; von meiner Reise nach Nantes davon wollte ich ja auch noch etwas mehr erzählen und last but not least von meinen kreativen Unternehmungen.


Donnerstag, 29. Mai 2014

Huch wer klopft denn da an?

Vor etwa 10 Minuten klopfte ein Flüge gewordenes Turmfalkenjunges an unser Fenster an. Die Katzendamen und wir waren zunächst erschrocken, dann doch höchst interessiert. Leider habe ich es nicht geschafft das Beäugen von den Katzen und dem Turmfalke fotografisch festzuhalten. 
Dafür aber, wenn auch in schlechter Qualität, das Turmfalkenjunge:


Ist es nicht bezaubernd!? In den fast 10 Jahren, die ich hier wohne, kam ein Turmfalke noch nie so nah heran.

Mich freut es riesig, denn ich dachte lange es gäbe dieses Jahr kein Gelege. Das Pärchen, welches treu im Kirchturm wohnt, war dieses Jahr nämlich unverhältnismäßig ruhig und weder zu hören noch zu sehen, so dass ich schon dachte sie hätten ihr Domizil aufgegeben. Bin ich froh, dass ich mich geirrt habe und sie mit Erfolg gebrütet haben.

Drückt die Daumen, dass die Main-Coon aus Nachbarschaft dem Vogel keine Feder krümmen kann. Noch einen schönen Rest-Vater-Tag. LG bjmonitas

Sonntag, 25. Mai 2014

Einmal Loire-Atlantique / Bretagne und zurück

Einfach alles stehen und liegen lassen - wie oft wünscht man sich das, wenn einem alles über den Kopf zu wachsen scheint. Ich hatte die Gelegenheit genau eben dieses zu tun. Mitten im Schuljahr und Semester konnte ich eine Woche Auszeit nehmen. Es ging mit der Städtepartnerschaft nach Frankreich in die Region Loire-Atlantique.

Nach gefühlten 20 Stunden Fahrt machten wir kurz in Angers halt, um die Radler aussteigen zu lassen:

Die Gelegenheit war günstig, um sich die Beine am Ufer der Loire zu vertreten und einen Blick auf das grandiose Schloss von Angers zu werfen. Ich finde ja, dass der Wolkenhimmel ausschaut als ob Caspar David Friedrich selbst Hand angelegt hätte. Es war aber nur ein Schnappschuss mit meinem I-phone, welches als Fotoapparat herhalten musste, weil ich den Apparat zu Hause vergaß *grummel*.

Das Wasser der Loire und des Atlantiks sind hier die bestimmenden Elemente.
An einem Ausflugtag waren wir mit dem Boot auf der wilden Loire unterwegs.
Hier sieht man ein typisches Loirefischerboot.
An anderen Tagen fuhren wir gen Küste und hatten solche Ausblicke:
Am Golf von Morbihan ist es sooooo schön. In diese Gegend habe ich mich total verliebt.

Neben einem Sprachkurs kam die Kultur natürlich nicht zu kurz. Da es aber so viele Eindrücke und Erlebnisse waren, muss ich sie zunächst noch sortieren. Deshalb habe ich mich dazu entschlossen euch in Portionen daran teilhaben zu lassen.
Als erstes möchte ich euch von der Blumenschau "les floralies" berichten und mit der Gesteckkunst beginnen, die mir am allerbesten gefällt.
Von den Ikebana Gesteckkünsten war ich total begeistert und ich konnte und kann mich nach wie vor nicht entscheiden, welches denn mein Favorit ist.
 Ein Ensemble aus Iris, das aussieht als befände man sich an einem Teichufer
 Gräser, Farn und rote Blumen
 Strelizie mit Gräsern
 Fensterblatt und Calla anmutig wie beim Ballett. Ich muss da an Schwanensee denken. Ihr auch?
Astabschnitte und Flamingoblumen als schöner Zaungruß
 abgestorbener Ast mit gelber Calla
 hier mit roten Rosen und Blättern von einer Pflanze, die ich nicht kenne
 wieder Strelizie
Callas im Astgeflecht.

Die Bilder sind alle mit meinem Handy entstanden, so dass die Bildqualität nicht die beste ist, aber ich denke man kann sich dennoch an den schönen Gestecken erfreuen.

Die lange Busreise hatte natürlich noch etwas für sich. Ich konnte stricken, stricken und nochmals stricken. So wurde die quietschpinkfarbenen Socken fertig.

Da ich irgendwie nicht damit gerechnet hatte schon nach Paris mit den Socken fertig zu sein, habe ich wider meiner Natur dann direkt die Fäden vernäht *g*. Der Wollnachschub und die Anleitung waren im Koffer verstaut, so dass ich aus purer Verzweifelung ein weiteres Paar in pink angeschlagen habe.

Nur hatte ich nicht genug pink mitgenommen, weswegen ich den angefangenen Socken erst einmal stillgelegt habe. Ich habe dann ein Paar Twistsocken  in Angriff genommen.


Im Gegensatz zur Autorin verwende ich hierbei ausschließlich Reste und hoffe, dass dabei farbenfrohe und schöne Socken herauskommen. Bislang sieht es vielversprechend aus.

Was ich allerdings unterschätzt habe, ist, dass es kein "Locker-Flockig-Mitnahmeprojekt" ist. Solange mir das Muster noch nicht in Fleisch und Blut übergegangen ist, muss ich doch recht viel auf die Anleitung gucken.

Ansonsten hatte ich zu Hause einen Pullover angefangen, den ich wieder ribbeln werde, weil mir das Gestrick zu locker erscheint. Anscheinend habe ich die Maschenprobe mit dünneren Nadeln gestrickt und da war das Maschenbild tadellos. Ich neige eigentlich nicht dazu, unterschiedlich fest zu stricken.
Die Anleitung ist aus einem Filati-Heft. Im Moment ist mir entfallen wie der Pulli heisst.
So nun kümmere ich mal wieder um meine WIPs. Genießt den Sonntag. LG bjmonitas


Freitag, 9. Mai 2014

Meeresbrise-Socken & Blendersocks

Gestern ergab sich eine ungeplante Strickgelegenheit als ich unterwegs war, so hüpfte mir der 2. Socken früher als gedacht von den Nadeln. Einerseits war das ein schönes Gefühl andererseits war's doof, weil ich kein weiteres WIP eingepackt hatte.

Beim Ablichten mit Muscheln, war das der Startschuss für Alegra ihre Morgenstunde zu unterbrechen und mich zu beschäftigen
Dabei blieb es nämlich nicht. Sie lief dann mehrmals quer durchs Bild, um zu schnuppern oder gestreichelt zu werden. Es gelang mir dann doch noch sie zur Seite zu schieben.


Die Durststrecke währte nur kurz, denn abends habe ich meine Blendersocken wieder auf die Holznadeln genommen. Blendersocken ist vielleicht zu viel gesagt. Ich sollte sie eher "Versuch eines Blendersocken" nennen. Das was gerade entsteht, entspricht nicht im geringsten dem was ich gedacht oder erwartet habe. So richtig zufrieden bin ich zwar nicht, aber da Socken meist ja in Schuhen stecken und dadurch eh nicht so in Erscheinung treten, habe ich mich entschlossen, sie fertig zu stellen anstatt zu ribbeln. Schließlich handelt es sich nicht um ein Großprojekt wie eine Jacke oder Pullover.





Aufgrund der Tatsache, dass ich noch einiges an Wollresten vorrätig habe, werde ich noch einen Versuch starten und noch einmal Blendersocks anschlagen. Dann verwende ich jedoch nur Verlaufsgarne. Vielleicht erziele ich dann ein Ergebnis, was dem ähnlich ist, wie ich sie auf Ravelry gesehen habe. Es bleibt also spannend an der Sockenfront.

Wie ist es bei euch? Ribbelt ihr gnadenlos, wenn es nicht 100% euren Erwartungen entspricht oder lasst ihr auch mal 5e gerade sein?





Bestimmt kennt ihr schon Astrid die einen Online-Wollshop betreibt und bloggt. Sie stellt Garne, Hefte vor, filzt, strickt uvm. Sie liest seit kurzem hier mit.

Mit einem Blütenmeer des wilden Salbeis möchte ich dich ganz herzlich Willkommen heißen!
Dir und allen anderen Lesern wünsche ich ein schönes Wochenende mit hoffentlich besserem Wetter wie heute. Denn hier ist Wollsockenwetter angesagt. Lieben Gruß bjmonitas


Mittwoch, 7. Mai 2014

Auf der Zielgeraden

Von der Klausurtagung bin ich wohlbehalten heimgekehrt. Leider hat's mit dem Vollenden der Socken nicht ganz so geklappt wie ersehnt. Da ich die Ferse schon hinter mir gelassen habe, kann ich zumindest vermelden, dass ich auf der Zielgeraden angelangt bin *freu*. Das letzte Drittel strickt sich eigentlich recht zügig, von daher gehe ich davon aus, dass das Werk in Kürze vollbracht sein wird.