Donnerstag, 31. Januar 2013

Vorgarnlocken vom Zwartbless

Letzten Freitag kamen meine Handkarden an. ENDLICH!!! Nach der Endmontage habe ich sie auch sogleich ausprobiert und hier sind meine ersten Vorgarnlocken von der Zwartblesswolle:


Das Kardieren ging erstaunlich gut, wenngleich es total in die Oberarme geht *lach*. Dieses zusätzliche Training kann mir allerdings nicht schaden.

Ein Schukarton ist jetzt schon gefüllt. Jetzt warte ich nur noch darauf, dass die Temperaturen nicht nur milder werden, sondern, dass es auch etwas trockener wird. Dann kann ich mich dem Kardieren an der frischen Luft widmen. Denn inhausig ist es nicht wirklich praktisch, da doch noch genug Kleinpartikel rausfallen, was dem werdenden Garn gut tut, aber leider der Wohnung nicht so gut bekommt.

Samstag, 19. Januar 2013

Fensterblatt trifft auf Narzissen

Nicht immer halten mich die Nadeln oder Spinnrad in Schach. Wenn sowohl Gelegenheit als auch Inspiration vorhanden sind, versuche ich mich in Ikebana, genauer gesagt im Moribana-Stil. Da ich das Grau-in-Grau leid bin, wollte ich eine Komposition kreieren, die den Frühling hervorkitzelt. Hier mein Versuch mit Narzissen und Fensterblatt.


Ich wünsche euch einen schönen Sonntag mit hoffentlich etwas Sonne! Herzlichst bjmonitas

Sonntag, 13. Januar 2013

Polwarth, Tiroler Bergschaf und Zwartbless

Ende November hatte ich mir Kammzüge vom Polwarth und Tiroler Bergschaf bestellt, um mein Erfahrungspektrum am Rad zu erweitern. Die Wolle vom Tiroler Bergschaf ist im Vergleich zu Polwarth um einiges robuster und ließ sich auch ganz gut verspinnen, leider ließ es sich nicht vermeiden, dass es zur Knötchenbildung kam. Es gelang mir auch nicht einen wirklich dünnen Faden zu fabrizieren. Deshalb habe ich mich entschieden es als Single-Garn zu belassen, damit der Faden nicht zu dick wird.

Ich habe mich auch mal daran versucht die Lauflänge zu ermitteln. Da ich keine Gramm genaue Küchenwaage habe, konnte ich auch nicht das genaue Gewicht ermitteln. Bestellt hatte ich insgesamt 300g wovon ich etwa die Hälfte versponnen davon habe. Es sind also ca. 150g mit einer LL von 118,80 m. Ist das ein guter Schnitt?

Die Polwarthkammzüge zu je 100g habe ich auch als Singlegarn versponnen. Auch wenn das Material langfasrig ist, hatte ich doch anfangs so meine Mühe, dass mir die Faser nicht wegrutscht und der Faden am Rad auseinander fällt.
Die weinrote Portion hat eine LL von 205,04m, die grüne 139,92m. Beim schwarzen habe ich es noch nicht ermittelt. Der Drall beim Grünen ist mir gut gelungen, bei den anderen beiden befürchte ich, dass mir der Faden reißen wird, sobald ich es verstricke. Um es nicht mit sich selbst zu verzwirnen, überlege ich gerade es mit Maschinenstickseide zu verzwirnen. Ich muss allerdings noch mal recherchieren ob das funktionen könnte. Was meint ihr?
Zu guter Letzt möchte ich euch noch zeigen wie es mit der Zwartbless-Rohwolle voran geht.
Nach dem Trocken, habe ich die Fasern gezupft und als ich gerade mal den Platz verlassen hatte, nutzte Alegra die Gunst der Stunde um sich mit den kurzen Faserresten hingebungsvoll zu vergnügen:
Gezupft hatte ich Material um 2 Spulen füllen zu können.

Schade, dass Bild ist leider nicht scharf, aber ich denke man erahnen wie das Garn in verschiedenen Brauntönen und mit weißen Fasern durchsetzt ist. Das Bild vom verzwirnten Garn ist etwas besser geworden.
Der Strang wurde mit Waschmittel gebadet, weil es doch noch gut nach Schaf gerochen hat. Es riecht zwar immer noch etwas nach Schaf, aber es ist auszuhalten. So sieht die Wolle gewickelt aus.
Die Garn wurde mit einer Nadelstärke 6,5 Probe verstrickt:
Es kommt schön tweedig rüber und gefällt mir gut. Allerdings sorgen die weißen Fasern dafür, dass die Wolle rack also grob wird. Für meine Jacke werde ich demnach Material nehmen, bei dem kaum oder keine weiße Haare dabei sind.

Eigentlich wollte ich daraus die Jacke Rime's the Reason stricken, aber irgendwie kapiere ich die Anleitung nicht. Ich steig da überhaupt nicht durch. Glücklicherweise gab es im Spinnforum nützliche Hinweise auf Nachschlagewerke für Strickmuster Grundstrickmuster v. Trisha Malcolm. Das Buch habe ich mir kurzer Hand zugelegt und zwei Muster in die engere Wahl genommen.
1. englisches Fischermuster

2. verschiedene versetzte Rauten

Es zeichnet sich jetzt schon ab, dass das Garn nach einem starken Muster verlangt, weil es ansonsten kaum oder gar nicht zur Geltung kommt. Das Rautenmuster kommt meiner Meinung noch besser rüber als das englische Fischermuster.
Es gibt ja noch jede Menge Zopfmuster, die ich ausprobieren kann. Die Entscheidung welches Muster ich nehme ist also noch offen....tbc.

Freitag, 11. Januar 2013

Winterfarben-Lefti

Mein Winterfarben-Lefti (lieben Dank Soenae für die Namensgebung!) aus Strick mich! 2 ist während meines Urlaubs fertig geworden. Es gilt noch einige Fäden zu vernähen, dann kann ich ihn ausführen.

Auch wenn ich zwischendurch immer mal wieder Fäden vernäht habe, damit es am Ende nicht zum Horrortrip wird, nervt dieses nicht enden wollende Fäden vernähen ungemein. Er ist wirklich toll zu stricken keine Frage. Da er nur mit rechten Maschen genadelt wird, braucht man nicht großartig nachzudenken. Die Blätter sind auch nicht wirklich schwierig. Wenn man ein Blatt nach der Anleitung gemacht hat, hat man den Bogen raus. Der Lefti eignet sich auch prima zur Resteverwertung. Allerdings braucht man für eine tragbare Erwachsenengröße mindestens 29 Blätter. Das macht dann in Summe 60 Fäden, die man vernähen muss!!! Wer Fäden vernähen hasst, sollte sich vielleicht lieber ein anderes Dreieckstuchmuster aussuchen...just my 2 cents.

Fäustlinge in Anlehnung an die Noro Schachbrettmustermütze

ist nun endlich fertig. Da ich die Fäustlinge einfach auf das Geradewohl begonngen hatte, war ja irgendwie klar, dass nicht alles reibungslos verlaufen wird....Aber bis auf die Daumen, die aufgrund des zu grossen Zwickels etwas zu wuchtig geworden sind, sind sie eigentlich ganz gut geworden. Zum Glück ich dachte schon, ich müsste sie wieder komplett aufribbeln.

Die Fäustlinge habe ich absichtlich farblich gegen gleich gestrickt, weil es so einfacher ist zu unterscheiden welcher Handschuh an welche Hand gehört. Wenn manche mit unterschiedlichen Socken rumlaufen, kann man das ruhig auch mit Handschuhen machen. Das Ensemble ist nun endlich komplett.
Hier noch ein Blick auf die Knuppeldaumen. Ich gelobe Besserung für das nächste Paar. Höchstwahrscheinlich stricke ich dann nach einer Anleitung.

Donnerstag, 10. Januar 2013

Zum Fest hatte ich mir selbst neue Bücher geschenkt. Ich bin völlig davon abgekommen mir Belletristik neu zu kaufen, die besorge ich mir lieber auf den Bücherflohmärkten oder leihe sie mir in der Bücherei aus und gebe sie dann weiter, wenn ich das jeweilige Buch gelesen habe. Bei Fach- und/oder Sachbüchern ist das anders. Die mag ich bei mir behalten.
Meine Neuzugänge sind Kaffe Fassett's Pattern Library, Strickmich! u. Strickmich! 2 von Bettina Behm:


 Übrigens habe ich noch gar nicht gezeigt was ich bei der Adventstombola von Tichiro gewonnen hatte:
Das Textilgarn ist herrlich türkis. Leider kriegt das meine Kamera nicht hin die Farbe in Natura abzubilden. Noch habe ich keine Inspiration was ich daraus machen könnte und ist somit erst einmal in den Stash gewandert.

Genadelt habe ich schon aus dem Strickmich! 2 Buch während meines Urlaubs hatte ich ja hinreichend Zeit dazu. Entstanden sind Pulswärmer, die verschenkt werden:

 
Und ein Lefti, der bei mir bleiben wird. Der Lefti wollte ich in einer anderen Farbkombination stricken als im Buch abgebildet. Mir schwebte als Basiston grau und die Akzentfarben in orange/rötlichen/rosa-lila:


Und während ich noch über die Farbkombination grübelte ob diese wirklich stimmig ist, schickte mir die Natur einen kleinen Wink mit dem "Zaunpfahl" oder besser gesagt mit dem Sonnenstrahl:
Auch wenn ich diesen Sonnenuntergang erst nach dem Anstricken beobachten konnte,  passt dieser geflammte Himmel sehr gut als Inspiration für mein Lefti. Wer oder was dient euch als Inspiration für eure Kreationen?

Sonntag, 6. Januar 2013

Zwartblessfaserverarbeitungsproben

Dafür liebe ich meine Muttersprache, dass es möglich ist so irre lange Komposita zu kreieren *g*
Als ich heute morgen die trockenen Fasern betrachtete musste ich unweigerlich an Neneh Cherry denken 1996 brachte sie den Song Women raus, wenn man ihre Frisur sieht, kann man sich denken warum ich dabei an Neneh denken musste (Nur um Missverständnisse vorzubeugen. Ich finde Neneh Cherry Klasse!).

Hier oben sieht man also eine handgewaschene Faserprobe. Um festzustellen ob ich die Wolle auch in der WaMa im Wollwaschgang waschen zu können, habe ich auch zwei kleine Beutelchen gewaschen. Hier unten eine Faserprobe:
Ich hatte echt Bedenken, dass ich einen reinen Filzklumpen erhalten würde, aber das war glücklicherweise nicht der Fall. Da ich ja noch keine Handkarden habe, zupfte ich die Fasern per Hand auseinander. Es gab dabei auch Abfall, wie z.B. kurzfaseriges Material:
Mich würde wirklich interessieren ob man diese kurzen Fasern für Tweeds verwenden könnte? Wie seht ihr das?
Die gezupften Fasern aus der Handwaschung sehen folgendermaßen aus:
Diese Fasern sind vom WaMa gewaschenen Material. Der Vergleich hinkt natürlich etwas, weil die Fasermengen nicht gleich sind. Ein Zwischenfazit kann ich dennoch ziehen. Bei Handwasche bleibt mehr Lanolin in der Wolle und sie bleibt bestimmt auch deswegen kompakter. Die Wolle verfilzt nicht in der Waschmaschine. Die Faser ist trockener und scheint genauso weich geblieben zu sein, wie zuvor. Ein weiteres Plus ist, dass sich dich kleinen Schmutzpartikel durch das Waschen in der WaMa besser gelöst haben. Wenn die Spinnprobe OK ist, werde ich die Wolle dann in die WaMa waschen.
Eine kleine Gegenüberstellung habe ich auch noch zu bieten. Die Qualität des Fotos ist leider suboptimal - sorry hierfür.
Zumindest kann man sehen, dass die Faser aus der WaMa fluffiger (linke Flocke) ist, wenn man das so bei Zwartbless beschreiben kann.
Eine mögliche Verwendung für die Wolle habe ich mir auch schon ausgeguckt: Rime's the Reason cardigan
Was meint ihr?



Samstag, 5. Januar 2013

Besuch bei Zwartbless

Heute waren wir bei einer Winterschur von Zwartblessschafen (3s sind schon hart für's Auge gell ). Die Wollspenderinnen der Begierde sehen jedenfalls so aus:
 
Zunächst wurden jedoch 2 Wensleydale-Schafe geschoren, für die es eine Premiere war. Die beiden Damen waren dementsprechend nervös, so dauerte es länger und konnte leider auch nicht ganz ohne Plessuren von statten gehen. Wie man unten rechts vom Bild sieht.




Unglaublich wie viel Wolle da abging! So kurz geschoren sieht es leicht wie glänzende Speckschwarte aus, oder? Leider waren die Locken nicht für den Verkauf bestimmt.


Schließlich kamen auch die Zwartblessen dran. Ein wahres Meer an schwarzbraunen Fasern. Ich durfte mir auch Probeflocken von den anderen Spenderinnen mitnehmen. Denn so wie ich erfahren habe, ist die Beschaffenheit der einzelnen Schafshaare doch individuell leicht unterschiedlich.



 Und hier eine kleine Probe von meiner Wollspenderin namens S'empf (auf Hochdeutsch "esempfiehltsich").
 

Was ich jetzt schon über die Wolle sagen kann ist folgendes: 
Sie ist wesentlich weicher als Coburgerfuchswolle, aber nicht so fluffig wie BFL. Ich glaube aber dennoch, dass sich die Wolle gut auf der Haut tragen lässt. Eine kleine Probewaschung habe ich mittlerweile zum Trocknen ausgebreitet. In Ermangelung von Handkarden werde ich sie nach dem Trocknen wohl zum Spinnen mit der Hand zupfen müssen.
Die Bude riecht nach Schaaaaf. Den Katzen vor allem aber Lilly gefällts :D.
Hier sieht man wie sich förmlich auf die Probeportion stürzt. Sie hat jedenfalls noch genügend Gelegenheit sich diesbezüglich auszuleben. Denn es wartet noch ein ganzer Sack voll im Flur auf Weiterverarbeitung. Waaaah ich glaub ich spinne....

Zwangspause?

Eigentlich wollte ich eben von unserem Besuch bei den Zwartblesschafen schreiben, aber leider kann ich keine Fotos hochladen?! Vielleicht klappt es ja später.....