Montag, 28. April 2014

50%

Zunächst einmal habt vielen lieben Dank für die netten Kommentare zu meinem letzten Blogeintrag.

Heute kann ich vermelden, dass der 1. Socken vom Nadelspiel gehüpft ist. Dies ist natürlich größtenteils deswegen gelungen, weil das Werkzeug gestimmt hat. Der andere Anteil daran hatte mein Schulungsblock. Denn wenn ich die Schulbank drücken muss, habe ich ganz oldschoolmäßig mein Strickzeug dabei. Bei meinen Kommilitoninnen stoße ich auf völliges Unverständnis. Sie bevorzugen im Gegensatz zu mir die Beschäftigung mit ihren Smart oder I-phones. Ich freue mich indessen wie eine Schneekönigin, dass ich genau wie zu meiner Oberstufenzeit Mitte der 80er meine Nadeln leise im Unterricht klappern lassen kann.

Da ich morgen und übermorgen auch noch an der Uni bin, schaffe ich bestimmt auch noch die anderen 50%. Was braucht ihr, damit es so richtig flutscht? LG bjmonitas

Samstag, 26. April 2014

Welche Wohltat

wenn frau mit dem richtigen Werkzeug arbeitet.
Die Sansibarsocken gingen noch gestern Abend in die zweite Runde.



Verena Spezial "in 80 Socken um die Welt" Teil 2 mit Lilly, die Neugierige
 Auch bei uns bleibt nichts unbemerkt. Kaum lag die Verena auf dem Boden und während ich noch mit der Kamera hantierte kam Lilly angetrabt, um zu gucken was es da denn Schönes gibt.

Mit den etwas dickeren Holznadeln geht es einfach besser und vor allem der Socken wird passen ohne, dass die Maschenanzahl angepasst werden musste. Das Muster ist kein echtes Zopfmuster. Die zopfähnliche Kontur entsteht durch Zusammenstricken und Zunahmen. Das Maschen vor oder hinter die Arbeit legen entfällt.

Freitag, 25. April 2014

Falsch gedacht

Die kleine Nichte einer Bekannten hatte ein Sockenstarterpaket in einer Tombola gewonnen. 200g Wolle von Gründl und ein Nadelspiel. Beide können nicht bzw. nicht mehr stricken und deshalb wurde ich gefragt ob ich denn nicht 2 Paar Socken nadeln wolle. Eigentlich habe ich selbst genug auf den Nadeln. Ich habe mich dennoch für diesen Freundschaftsdienst entschieden, weil mir auch oft genug von dieser Bekannten geholfen wurde. Außerdem dachte ich, da ein Nadelspiel mitgeliefert wurde, kann ich gleich loslegen ohne meine angefangenen Socken von der Nadel nehmen zu müssen.

Ich hätte vorgewarnt sein müssen, denn oft genug habe ich ja in anderen Blogs gelesen, dass das mit diesen Nadelspielbeigaben so seine Tücken hat. Die Nadeln waren zwar glatt, aber zu lang und zu dünn für meinen Strickstil. Wenn es nur die Länge gewesen wäre, hätte ich mich durchgequält. Durch die dünnen Nadeln wurde das Gestrick viel zu fest, so dass ich anfing mir einzureden, dass es sehr wohl über einen Kinderfuß anzuziehen wäre. Sicher, wenn das Kind eine Schuhgrösse von 33 hätte. 36 sind jedoch zu erreichen.

Dass der Unterschied so immens ist, hätte ich nicht gedacht. Ich hatte die Socken bereits mit gleicher Garnstärke mit Dropsgarn schon einmal gestrickt - siehe hier und wusste, dass die Angaben mit dem Garn für die Wunschgröße hinhaut.


Jetzt muss ich ribbeln - es hilft alles nix *seufz*. Das Metallnadelspiel lasse ich beim 2. Versuch links liegen. Ich stricke wieder mit meinem geliebten und bewährten Nadelspiel.

Samstag, 19. April 2014

Es gibt im Kreislauf der Natur

weder Sieg noch Niederlage. Es gibt nur Bewegung. So heißt es in den Schriften von Accra.

Diese Tatsache stellt mich jedes Jahr wieder vor neue bzw. andere Herausforderungen, wenn es an der Zeit ist, mich mit dem Gedanken an Ostern und den Osterschmuck zu machen. Jedes Mal durchlebe ich die Phase, dass in meinem Kopf ein Vakuum zu sein und mir die Inspiration auszubleiben scheint. Bewährtes kann nicht zum Zuge kommen, da die Blumen noch nicht blühen oder schon nicht mehr blühen und Neues scheint nicht in Sicht. So auch dieses Jahr. Bis ich letzten Mittwoch die Schwertlilien im Kirchhof entdeckte. Sofort wusste ich die mussten ins Arrangement. Tulpen in violett hatte ich noch. Gemäß der Moribana-Tradition fehlte mir nur noch eine Zutat. Diese letzte fiel mir heute Mittag ins Auge. Bei uns sind nämlich die Maiglöckchen aufgeblüht.

Meine Zutatenliste stand also fest:
Schwertlilien in zartlila
Tulpen in violett
Maiglöckchen, sowohl die Blätter als auch die Blüten
Moos
Dekoeier
und eine Baumscheibe

und weil Ostern ist, habe ich nicht nur Blumenschmuck auf dem Altar, sondern auch davor drapiert.
Die Baumscheibe hatte ich auch schon letztes Jahr in Verwendung. Das Arrangement sah zwar ähnlich und doch anders aus.

In meinem Buchkalender steht für diese Woche folgender Satz: "Wenn du die Dinge anders als gewohnt machst, läßt du zu, dass ein neuer Mensch in dir wächst." (Auf dem Jakobsweg)

In diesem Sinne wünsche ich euch und mir, dass wir die Dinge immer wieder anders als gewohnt machen. Die Natur hilft uns dabei. Euch allen frohe Ostern! bjmonitas


Dienstag, 1. April 2014

ein Ufo weniger in meinem Universum

das ist jetzt kein Aprilscherz, aber die Hedera-Socken, die mir heute von den Nadeln gehüpft sind, habe ich sage und schreibe seit Juni 2013 auf den Nadeln. Hier hatte ich bereits davon berichtet. Wenn ich so darüber nachdenke, kann ich es selbst kaum glauben, dass sie so lange halb fertig in der Box lagen. Am Muster hat das bestimmt nicht gelegen, dass mich die Unlust übermannte. Denn das Hederasockenmuster ist wirklich total eingängig ohne dabei langweilig zu sein. Allerdings hatte ich so meine Probleme mit dem Garn. Ich wollte meiner Tochter Socken für das Frühjahr stricken. Deshalb wählte ich ein Sockengarn mit Baumwollanteil. Leider ist das Garn für meinen Geschmack recht rack bzw. es gleitet nicht so schön über die Nadeln, wie ich es von der herkömmlichen Sockenwolle gewohnt bin.

Ich bin froh, dass diese kleine Kuh vom Eis ist und ich werde von Wolle mit Baumwollanteil erst einmal die Finger lassen.

Kennt ihr das auch, dass man kurz vor der Zielgerade das angefangene Projekt nicht fertig stellen mag?

Euch frohes Schaffen und habt morgen einen tollen Tag! LG bjmonitas