Mittwoch, 31. Dezember 2014

Broken-seed-stitch Babysocken

mit einem WIP weniger kann ich morgen das neue Jahr beginnen.

Sie sind mir gestern Abend noch von den Nadeln gehüpft u sie gehen heute noch auf die Reise zu dem neuen Erdenbürger, der sie dann tragen soll. Die Post muss sich nicht sooo unheimlich beeilen, denn ich habe mich in der Größe total verschätzt und es wird wohl ein Weilchen dauern bis sie richtig passen :D.

Das habe ich davon, dass ich einfach frei nach Schnauze drauflosgestrickt habe :/ - egal sie sehen trotzdem hübsch aus, wie ich finde.



Gewogen habe ich die Söckchen nicht, ich habe nach dem Muster "broken-seed-stitch-socks" gestrickt. Verändert habe ich den Sockenrand und die Ferse. Ich habe nämlich im Gegensatz zur Originalanleitung einen Rollrand und eine Herzchenferse im Halbpatent gefertigt.

Inspiriert wurde ich übrigens von KB-Design. Bei ihr stöbere ich immer wieder gerne. Sie strickt nicht nur Socken, sondern spinnt u entwirft Strickstücke. Ein Abstecher auf ihre Seite lohnt allemal.

Ich wünsche allen einen guten Rutsch ins neue Jahr! Herzlichst eure bjmonitas


Donnerstag, 25. Dezember 2014

Karl Kraus (1874 – 1936), österreichischer Dichter und Satiriker meint


„Ein Künstler ist nur einer, der aus einer Lösung ein Rätsel machen kann“. Kunst als Rätsel: Diesen Ansatz hat auch der Künstler verfolgt, welcher unser neues Parament gestaltet hat. Mir gefällt es ausgesprochen gut vor allem, weil er in Sachen Textilkunst mit dem aufwartet, was mein Handarbeitsherz höher schlagen lässt. Denn es ist aus Filz und Wolle und wurde in der Paramentenwerkstatt in Darmstadt gestaltet.
In der Adventszeit habe ich in meinem Altarschmuck schon etwas von den Stilmitteln des Paramentes aufgegriffen, um sozusagen als Appetitanreger die Vorfreude darauf zu steigern. Heute morgen wurde es dann offiziell eingeweiht. Da der bisherige Altarschmuck verblüht war, habe ich ein anderes Gesteck gestaltet. 

Dabei war es mir wichtig die meisten Elemente wie zuvor zu belassen, damit der Grundtenor erhalten bleibt. Ich habe lediglich anstatt der Amaryllis, Fresien und Lisianthus verwendet.


Ich verstehe meine Aufgabe bei der Blumenschmuckgestaltung darin die Formen, Motive oder Farbverläufe soweit möglich im Gesteck einfließen zu lassen. Die Spannung wird dann dadurch erzeugt, indem der Blumenschmuck entweder ein Kontrapunkt zum Parament darstellt oder wie in diesem Fall das Motiv aufgreift, um es zu unterstreichen. Wenn es mir gelingt den Interpretationsspielraum nicht einzuengen, sondern ihn zu erweitern, dann wird Kunst daraus, wenngleich auch eine Kunst, die dem Gesetz der Vergänglichkeit unterliegt.

Was habe ich persönlich davon? Zunächst einmal macht es mir einfach Spass, mich kreativ auszuleben und es erfüllt mich mit Freude, wenn es gelingt. Außerdem versuche ich künstlerisch zu wachsen. 

So versuche ich auch die Krippe jedes Jahr mit neuen Ideen und Akzenten zu versehen, damit die Betrachter zwar das sehen und betrachten können, was bekannt ist, aber auch durch kleine Änderungen neu angeregt und erfreut werden.

Letztes Jahr sah die Krippe noch so aus. Damals war die Neuerung das Hinzufügen eines kleinen Bäumleins. Im Jahr davor hatte ich die Baumscheibe hinzugenommen, weil die Akazie im Kirchhof gefällt werden musste. In diesem Jahr sieht sie so aus:


So kommt jedes Jahr etwas hinzu, lediglich die Figuren bleiben die gleichen.

In diesem Sinne freut euch am Rätsel Wunder des Lebens!
Frohe Weihnachten wünscht euch bjmonitas!

 


Sonntag, 21. Dezember 2014

Rückblick auf meine Adventszeit

Jobbedingt ist diese Zeit sehr dicht. Viele Termine seien sie nun beruflicher oder privater Natur drängen sich und lassen kaum Luft zum Atmen. Dennoch gab es einige Highlights, an denen ich euch teilhaben lassen möchte.

Ein Studientag führte mich nach Schmitten in der Nähe des Feldberges. In den Pausen durchstreifte ich die nähere Umgebung und erspähte das ein oder andere Schätzchen.
Unweit des tollen Fliegenpilzes fand ich Zweige von Lärchen, die ich mitnahm, um sie für meine Projekte zu verwenden.

Ich wollte mich dieses Jahr erstmals ans Kränzebinden machen. Es war gar nicht so einfach und ich musste öfters wieder aufwickeln und neu ansetzen bis ich den Dreh heraushatte.

Mir gelang es drei Kränze zu binden. Zwei habe ich an liebe Menschen verschenkt und der 3. darf nun unsere Haustür zieren.

Die wunderschönen Lärchenzweige sollten auch eine Rolle in dem Gesteck für die Advents- und Weihnachtszeit spielen.
Geplant hatte ich Zweige mit Lärchenzapfen gemeinsam mit Misteln und Flamigoschnabel auf einer Unterlage aus Holz zu kombinieren. Leider bekam ich keine Flamigoschnabel, so dass ich Plan B zücken musste und stattdessen eine weiße Amaryllis verwendete.

Da die Blüten der Amaryllis sehr schwer sind, kam es wie es kommen musste..... Der Stängel knickte. Ich musste den Stängel kürzen und so verwandelte es sich von einem geschwungenen und von Leichtigkeit bestimmten Gesteck

in ein Arrangement, welches strahlende weiße Blüten als zentralen Blickpunkt zeigt. Da Amaryllis nicht so haltbar wie Flamingoschnabel sind, werde ich zu Weihnachten eine weitere Variante mit neuen Mistelzweigen und Blumen stecken.

Am 2. Adventssonntag waren wir nach Stankt Goarshausen eingeladen:

In der ehemaligen Stadtmühle befindet sich nun eine Galerie und ein Veranstaltungsort.

Zu einem Nachmittag mit vorweihnachtlichen Texten und Musik waren wir eingeladen und wir hatten Gelegenheit uns auch auf einen Streifzug durch die Galerie zu begeben.
Weil wir mit der Familie bekannt sind, durften wir uns auch im Atelier umschauen.
Soviel Raum für Kreativität lässt mein Herz höher schlagen.....

Danach genossen wir die Darbietung des Künstlers
Für mich/uns sind diese Momente sehr wertvoll, kraftspendend und inspirierend.

So wie auf meiner Einkaufsodyssee auf der ich verzweifelt versuchte, ein gewünschtes Geschenk aufzutreiben. Der Bummel verlief erfolglos, ABER dieses Kleinod zierte die Einkaufspassage...

damit möchte ich euch ein besinnliches Weihnachtsfest wünschen!

PS: etwas lubbern dürft ihr auch, denn die 1. Ecke meines Afghanrandes ist geschafft.

herzlichst eure bjmonitas

Donnerstag, 18. Dezember 2014

Trouble mit Tribbles ähm SoWo-Resten

Über ein Jahr habe ich (mit mehreren Unterbrechnungen) Patches gestrickt. Letzte Woche konnte ich Nummer 24 beenden.

Jetzt ging es daran, die Fäden zu vernähen und zu puzzeln, damit die Quadrate ein einigermaßen homogenes Stück ergeben. Denn trotz aller Vorsicht nur 4-Fach Sockengarn verwenden zu wollen, haben sich immer mal wieder 6-Fach Sockengarne eingeschmuggelt, was sich logischerweise etwas auf die Größe der einzelnen Patches auswirkte.


Wie man auf den Bildern sieht ging sowohl das Puzzeln als auch das Vernähen der Fäden nur unter erschwerten Bedingungen von statten *g*. Es ging dennoch voran....

Eine Bahn reichte dann aus um meinen Fernsehsessel aufzuhübschen:
Aber da der Fernsehsessel gar nicht aufgehübscht werden sollte, wurde auch die zweite Bahn fertiggestellt und angefügt.
Die Decke mit 24 Patches reicht nicht ganz um als Tagesdecke für mein Bett (200cm x 140cm) zu dienen, aber für das Sofa reicht es allemal.

Die Flicken habe ich zusammengehäkelt und zwar so wie es eliZZZa von Nadelspiel.com zeigt. Die Rückseite meiner Patchworkdecke zeigte dann folgendes Ergebnis:
Man sieht hier die Naht deutlich, aber ich finde, dass die Ränder dennoch ordentlich und sauber sind. Das gilt sowohl für die Vorderseite wie für die Rückseite.

Der äußerste Rand der Decke gefällt mir allerdings so wie er nun ist noch nicht. Deshalb habe mich entschieden, dass das Projekt eben noch nicht fertig ist, sondern, dass hier noch ein Rand hinzugefügt werden muss.
Auch hier habe mich mir etwas bei eliZZZa abgeguckt. Nach dem Video für das 10-Stitch-Blanket möchte ich den Rand gestalten.

Verwenden werde ich auch ein 4-fach Sockengarn von Drops, welches ich auch doppelt nehmen werde.

Mir ist klar, dass ich hier vor einer Mamutaufgabe stehe, weil a) die Decke mittlerweile einiges an Gewicht auf die Waage bringt und b) meine Katzendamen jede Gelegenheit nutzen werden, um mir auf ihre Art "zu helfen" ;).


Etwas ist allerdings mehr als merkwürdig. Der Sinn der Leftover-Decke war ja mich der vielen Reste zu entledigen bzw. etwas Sinnvolles aus den ganzen Resten zu gestalten. Auf wundersame Weise, ist der Berg an Resten nicht geschrumpft, sondern größer geworden!!! Hoffentlich geht es mir nicht so wie der Crew von der Enterprise, die plötzlich nur noch Tribbles sieht.... :D

Euch wünsche ich einen Entspurt bis Weihnachten ohne Trouble oder Tribbles! Herzlichst bjmonitas