Sonntag, 27. Dezember 2015

Ästchen von Eibe und Thuja

wurden zu einem Weihnachtsbäumchen gebunden, das die Krippe ziert. Die anderweitigen Materialien wie Rinde, Baumscheibe einer Akazie, Astabschnitte von Birke und Hainbuche, Moos und Stroh dienten dazu den Stall darzustellen. Naja einen "Stall" wie es in unseren Köpfen verankert ist. Kitsch eben, aber ab und zu darf Kitsch sein, gelle :)

mit diesem wohl letzten Foto mit dem Eiphone besuche ich Lotta liebt blau, um meinen Miniweihnachtsbaum zu zeigen.

Samstag, 19. Dezember 2015

Zimtrinde und Telefonschafe ergeben

meine Weihnachtsgrüße für dieses Jahr. Der Dezember ist wie jedes Jahr mein persönlicher "Horrortrip bei Feinkostzip". Es bleibt zwischen unzähligen Weihnachtskarten schreiben und Weihnachtsfeiern und anderweitigen Terminen kaum Zeit für Besinnliches oder gar kreatives Schaffen.

So kann ich heute lediglich mein Weihnachtsgesteck, dass den Altar über die Weihnachtzeit zieren wird, zeigen.

Die Idee zu diesem Gesteck ist erst gestern entstanden, obwohl ich wie üblich mit diesem Thema schon länger schwanger gegangen bin. Den Musenkuß habe ich, wie gesagt, gestern empfangen, als ich mir bei einer Tasse Kaffee eine kleine Auszeit am TV gegönnt hatte. In der Sendung Kaffee oder Tee wurden Floristiktipps für den Festtagstisch gezeigt. Dabei kamen gedrehte Zimtrinden zum Einsatz. Zimtrinden, die wollte besser gesagt musste ich haben. Ich hatte großes Glück, sie in einem Blumenladen zu bekommen.

Mit etwas Moos befüllt, damit die Plastikvaseneinsätze nicht durchflutschen, habe ich sie an die Äste gebunden und ganz zum Schluß mit einer Christrosenblüte bestückt.
Die Zweige sind Bruchzweige von einer Platane, die ich mal gesammelt hatte, weil sie so wunderbar knorzig gebogen waren. Diese Zweige habe ich an einer Basis (auch ein Astabschnitt, den ich schon öfters im Einsatz hatte wie hier , hier oder hier) mit Blumendraht befestigt. Es hatte etwas gedauert und ich musste herumprobieren bis ich die richtigen Positionen für die Äste hatte und wie ich die 3 Teile am besten zusammenfüge, so dass es eine für mich stimmige Einheit ergab.

Nachdem ich die Zimtrindenkelche angebunden und mit Blüten bestückt hatte, kam zum Schluss der Mistelzweig ins Arrangement und voilà so sieht's aus:
Mit Kaffee geht's weiter. Denn vergangenen Mittwoch war ich auf einer Fortbildungsveranstaltung mit dem Titel Coffee, Cake & Culture im Museum für Kommunikation in Frankfurt am Main. Es gab Vorträge zur der Thematik wie man Kultur demenziell Erkrankten näher bringen kann, um die Lebensqualität zu steigern. Was soll mich sagen. Die Veranstaltung war eine Inspirationsquelle. Nach den Vorträgen hatte ich Gelegenheit mich noch etwas im Museum umzusehen und dort begegnete mir eine ganze  Schafsherde:
Sind sie nicht entzückend!!!
Mit diesem Bild möchte ich mich bei allen Leserinnen meines Blogs für eure Treue, Tipps und eure Ideen bzw. Inspiration rund ums Jahr bedanken. Für mich ist es sehr bereichernd dieser Gemeinschaft anzugehören, auch wenn es sich verrückt anhört. Denn wir kennen uns ja nicht persönlich.

Ich wünsche euch von Herzen eine besinnliche Weihnacht mit euren Lieben und Zeit für eure Leidenschaft das Selbermachen und dem Kreativsein. Kommt gut ins neue Jahr! Eure bjmonitas

Ach und bevor ich es vergesse besuche ich noch Holunderblütchen um meinen "Hufabdruck" dort zu lassen :)





Sonntag, 15. November 2015

Feuerdorn & Chrysanthenum die 2.

Chrysanthemen gehören zu der Blumensorte, der es anscheinend nichts auszumachen scheint ihr Leben als Schnittblume zu beenden. Unbeeindruckt blüht sie weiter. Mein Gesteck vom 31.10. lebt immer noch!!! Die einzige Veränderung, die ich beim Gesteck vorgenommen habe als ich das Parament wechseln musste, ist die Anordnung der gelben Chrysanthemen um den Feuerdornast.

Kein Anzeichen von Verblühen, vom Vergehen! Ich finde das faszinierend und zeige das auch hier bei Holunderbluetchen.

Im Spätjahr gibt es in meiner Nähe eine Kirmes, auf der man eigentlich schon den ersten Glühwein genießen kann. In diesem Jahr hatte wohl keiner Lust dazu. Denn es war so frühlingshaft warm, dass man den Besuch auf der Kirmes mit einem Spaziergang durch die Wingerte verbunden hat. So war auch ich unterwegs. Auf der Rücktour gabs dann schöne Himmelsbilder.
Ein Stückchen weiter unten, konnte ich noch Pilze im Dickicht entdecken.
Kurz darauf wurde der Himmel noch mehr ins Abendrot getaucht. Damit besuche ich Raumfee
Unweit von dieser Stelle habe ich ein Steinkäuzchen rufen hören und es sogar auf einem Ast sitzend entdeckt. Anpirschen hat nix genutzt. Es hat uns gesehen und ist von dannen geflogen. Dafür weiß ich jetzt wo bei uns Sandorn wächst.....Ich hoffe nun, dass es bald Frost gibt.....ihr wisst bestimmt weshalb.

Ansonsten hat mich die Farbe rot auch stricktechnisch in ihrem Bann gezogen. Socken für das Tochterkind sind gerade am Entstehen. Sie hat sich Socken, die mit einem riesigen Herz bestickt sind, gewünscht. Ich bin gespannt wie das wird. Denn ich habe noch nie so etwas mit Maschenstich gemacht. Der erste Socken in Größe 40 ist jedenfalls mal fertig.


Ich muss mich ranhalten, da ich meiner Tochter ja noch eine Tagesdecke für den Gabentisch nähen möchte. Seid ihr auch schon mit Weihnachtsgeschenken gestalten beschäftigt? Oder habt ihr das alles schon erledigt? LG bjmonitas




Freitag, 6. November 2015

Einen ganzen Strauß

Physalis alkekengi oder Lampionblumen habe ich gestern geschenkt bekommen. Weil es bei uns heute wieder mal grau-in-grau ist, habe ich beschlossen mir das fröhliche und der Seele guttuende Orange der Physalis alkekengi in die gute Stube zu holen. Nun ist es die ganze Zeit über noch recht warm, so dass die Rosen IMMER NOCH blühen. Da musste ich nicht lange überlegen wer denn der Partner der Lampionblume werden sollte. Wir ihr unschwer an der Vase erkennen könnt, stand mir nicht der Sinn nach Reduziertheit, sondern ich hatte einfach Lust zu klotzen. Da kam mir die 70er Jahre Keramikvase gut zu Pass.


Vom letztwöchentlichen Blumenstrauß, habe ich den kleinen Astkranz und das Moos verwendet, um die Stengel besser fixieren zu können. Schließlich kann ich nie sicher sein, wer am Blumenstrauß riechen ähm schnuppern wird ;).
Eine der üblichen Verdächtigen ließ gar nicht lange auf sich warten......die schlich sich noch während des Photoshootings an....hm hoffentlich überlebt das Ganze den heutigen Tag. In diesem Sinne wünsche ich euch ein schönen floralen Freitag /Friday-Flowerday!!! Herzlichst eure bjmonitas


Samstag, 31. Oktober 2015

Feuerdorn & Chrysanthemum indicum x sinense

Am Reformationstag wird der Altar mit einem roten Parament geschmückt. Da sind die orangefarbenen Beeren des Feuerdorns nicht unbedingt die erste Wahl. Denn die Beeren harmonieren nicht wirklich optimal mit dem Rot des Paramentes.
Hier der Fotobeweis, wenn auch in lausiger Qualität.

Manch einer würde jetzt sagen: "Dann nimm doch etwas was besser passt". Stimmt das hätte ich tun können, aber einerseits gab es im Garten nichts was annähernd in Frage gekommen wäre und andererseits musste dieser Ast, der sich schon über den Bürgersteig hinüberbog, entfernt werden. Somit war klar, egal wie, mit diesem Ast werde ich heute das Gesteck gestalten.
Meine erste Idee war, den Ast mit Hilfe meiner Kenzan Steckhilfen im Halbbogen über den Ast zu spannen. Diesen Vorsatz verwarf ich in dem Moment als ich den Ast mit meiner Astschere abgeschnitt. Dieser Ast war nämlich schon viel zu stabil, um ihn trotz eigener Biegung im Kenzan gut und stabil fixieren zu können.
Da ein Halbbogen nicht möglich war und der Ast eine stattliche Größe hat, legte ich ihn einfach über den Ast. Eine Fixierung mit Draht war nicht nötig, weil die Verästelungen und die Dornen dem Ganzen automatisch Halt geben.
Nun habe ich die Chrysanthemen in einzelnen Glasvasen so angeordnet, dass das Ensemble die Form eines angedeuteten Kreuzes bekommt.
Die Blätter der Chrysanthemen habe ich soweit erforderlich entfernt.
Hier der Blick von oben bei dem man erkennt das es vorne etwas dünn ausschaut. Deshalb musste ich etwas umarrangieren. Mit folgendem Ergebnis:

Und weil ja keiner im Gottesdienst so wie ich eben auf der Leiter den Blick auf den Altar hat. Abschließend Bilder im Detail

Mit der Quitte als I-tüpfelchen, die seit einigen Wochen auf dem Altar ihren Dienst tut
und mit dem Blick vom Kirchenschiff aus auf den Altar.
Man erkennt nun, dass sich das Orange des Feuerdorns doch nicht so mit dem roten Parament beißt. Meiner Meinung nach liegt es an dem Sonnengelb der Chrysanthemen und an den grünen Blättern des Feuerdorns. Beides zusammen nimmt dem Kontrast die Schärfe und wirkt harmonisierend.

Mit diesem Gesteck besuche ich jetzt Holunderblütchen und allen anderen wünsche ich viel Vergnügen bei Halloween, bei der Reformationsfeier oder bei was auch immer. LG eure bjmonitas





Freitag, 30. Oktober 2015

Denim Laptoptasche

Seit langem bewundere ich die diversen Upcyclingprojekte, die anhand von alten oder kaputten Jeans neue Dinge entstehen lassen. Ganz toll finde ich z.B. Quilts wie  hier oder hier. Auch für Taschen kann ich mich begeistern wie diese oder diese . Eine Laptoptasche, die ich gut in meiner Fahrradtasche verstauen kann, schwebte mir so vor.
Diese Woche habe ich mich dann ans Werk gemacht (Achtung Bilderflut).
Immer mal wieder habe ich in der Vergangenheit Jeanskreise zugeschnitten. Mittlerweile sind da 220 Stück zusammen gekommen (das reicht für viele Taschen *g*).

Stoffreste mit meinem Lieblingsfarben habe ich zusammengesucht:
und um den Laptop optimal zu schützen, brauchte es auch Füllmaterial. Ich habe mich für Fleecereste entschieden.
Dann habe ich alles zugeschnitten. Das ist ziemlich zeitaufwendig gewesen. Wenn man aus Reststücken schauen muss, wie man am besten die meisten Stücke erhält. Danach begann die eigentliche Arbeit. Die einzelnen Kreise sollten zusammengefügt werden. Wie das geht, kann man hier  in Erfahrung bringen.
Hier sieht man wie mein Jeans-Stoff-Sandwich aussieht.
Der Taschenstoff nimmt so langsam Formen an.
einmal von vorne

einmal von hinten

Heute waren alle Teile zusammengefügt. Jetzt konnte ich mich an die Taschengestaltung wagen.
Unorthodoxerweise habe ich die Tasche zuerst genäht und dann die Verschlüsse angebracht. Die Verschlüsse habe ich aus Werbeschlüsselbändern bzw. Lanyards genäht, indem ich die Nylonbänder abgeschnitten habe.
Das nun neue Band habe ich aus einem Stück Jeans auf die ich einen Stück Webkante appliziert habe genäht.

Daataaaa und hier ist sie nun meine Laptoptasche
Das Gadget mit dem Metallhäkchen ist extra auf der linken Seite, weil ich Linkshänderin bin :).
Besonders stolz bin ich auf meine Nähmaschine, denn ich besitze eine simple Privileg von Quelle und sie hat zu 98% alle Nähte ohne zu murren genäht. 24 Kreise habe ich verbraucht. D.h. ich habe noch Material für ein oder gar zwei Tagesdecken......
Ich wünsche euch schöne kreative Herbstage! Herzlichst bjmonitas






Mittwoch, 28. Oktober 2015

Im Zeichen der Libelle

Eine Feincordhose, die seit längerem ein Loch am Knie hat, wollte ich heute endlich flicken.
 Also habe ich nach einem schönen Stück Stoff, Vlieseline, Garn usw. zusammen gesucht.

Während es mir noch problemlos gelang die Vlieseline aufzubügeln, war das mit dem Vernähen nicht ganz so verlaufen wie ich es geplant hatte.

Ich hatte zwei Optionen das Ganze wieder aufzutrennen oder die etwas missglückte Reparatur mit einer Applikation zu kaschieren....
Och ne Applikation kann ja net so schwer sein, dachte ich mir so und verfolgte somit Plan B.

Habe ich euch eigentlich schon erzählt, dass ich Libellen liebe??
Nicht?!
Also, ich liebe Libellen. Diese grazilen Flugkünstler haben es mir einfach angetan. Eine eben solche sollte nun mein Knie zieren und so den verfuschten Flickversuch übertünschen.
Jaaa ich weiß schön ist anders, aber ich trenne das jetzt nicht mehr auf, sondern trage die Libelle mit Würde auf meinem Knie :D. Bis zur nächsten Libelle werde ich weiter an meiner Technik feilen müssen ;). Es kann nur besser werden.

Zumindest kann die Hosenreparatur von der To-Do-Liste genommen werden und ich kann sie wieder tragen. Das an sich ist schon ein Erfolg. In diesem Sinne noch frohes Schaffen! Eure bjmonitas



Freitag, 23. Oktober 2015

extreme Sheep LED art

vor kurzem hatte ich diesem Clip auf dem y**** Kanal entdeckt.
Auf so Ideen können auch nur die Waliser kommen :D
Aber schaut selbst. Viel Spass dabei!

Ein schönes Wochenende wünscht euch bjmonitas

Donnerstag, 22. Oktober 2015

Orchideen-styling

über die Seite Pinterest bin ich auf den Blog von Lia gestossen, die einen Beitrag verfasst hat, wie man Orchideen nicht nur ansprechend, sondern auch so arrangiert, dass sich die Orchidee wohlfühlt und gut gedeihen kann.

Neulich habe ich eine Orchidee zum Päppeln bekommen. Da kam mir dieser Internetbeitrag von Lia gerade recht und ich machte mich dran ihre Idee umzusetzen.

das Material:
bestehend aus einen antrazitfarbenen Pflanzbehälter; Bobbelfolie, Packpapier, Moos, Korkenzieherweide, Weinbergschneckenhäuser und natürlich die Orchidee in ihrem Pflanztopf.

Zunächst habe ich den Pflanzcontainer mit Bobbelfolie ausgelegt.
Dann das Packpapier so angebracht, dass die Folie bedeckt ist.
das Werkeln geht natürlich nicht ohne Katzenkontrolle vonstatten
Dann habe ich die Orchidee so eingesetzt, dass sie gerade und stabil im Pflanzcontainer sitzt. Aus den beiden Korkenzieherzweigen habe ich mir den ausgesucht, der mir am geeignesten erschien. Zunächst habe ich alle kleinen und zu dünnen Zeige entfernt. Danach habe ich den Zweig in den Topf eingesetzt. Den Fixierstab der Orchidee habe ich entfernt und das Klämmerchen dazu verwendet eine Blütenranke an der Korkenzieherweide zu befestigen.
Zum Schluß habe ich das Moos daraufgelegt und ein paar Schnecken als Deko vereinzelt  darauf verteilt.
Et voilà:

Nun hoffe ich, dass meine Katzendamen, die Orchidee in Ruhe lassen, sie sich erholen und neue Blüten entwickeln wird.

Als neue Mitleserin möchte ich Sheepy begrüssen. Sie schießt tolle Bilder, mag färben, spinnen und werkeln. Also all das was uns auch Freude macht. Ein Besuch bei ihr lohnt sich. Herzlich eure bjmonitas


 

Sonntag, 18. Oktober 2015

Christian Dior

sagte einmal: "Blumen sind, außer den Frauen, das schönste Geschenk, das Gott der Welt gemacht hat."

Deswegen fällt es mir auch so schwer, Gestecke komplett in die Grüntonne zu geben, ohne sie zuvor zu durchforsten ob nicht doch noch etwas Brauchbares zu finden ist.

Wie sollte es anders sein....ich werde immer fündig :D. Aus dem letzten Gesteck habe ich Fetthenne, Gräser und kleine Kohlköpfchen gerettet. Diese habe ich mit folgenden Zutaten zu etwas Neuem kombiniert.

1. Einem Astabschnitt einer Linde
2. den mittlerweile fluffigen Samenständen der wilden Clematis von dem Blumenarrangement der letzten Woche hier
3. zwei Zweige vom Wein

Außerdem blieb auch noch eine Quitte übrig. Sie durfte sich auch hinzugesellen.
Die Gräser habe ich in Ikebana Kenzan gesteckt. Das funktioniert wunderbar und ich bin froh, dass ich mir dieses solide Material mal zu Weihnachten wünschte. Die anderen Blumen und Pflanzen kamen jede einzeln in eine schmale Glasvase.

Sieht man's, dass die Blumen noch vom Erntedank-Gottesdienst sind?

Das ist mal ein Blick von oben.
und hier von vorne.
Hier gehe ich noch schnell vorbei und zeige mein Sonntagsupcycling-Projekt.

Freitag, 16. Oktober 2015

Jahresendflügelwesen

oder doch lieber "Wesen aus reinem Licht" zwei von vielen Bezeichnungen für Engel. Welche ist eure Lieblingsbezeichnung für Engel?

Ein Upcyclingprojekt für die diversen Adventsbasare wirft seine Schatten voraus.

Aus kaputt gegangenen Gesangbüchern sollen aus den feinen Notenseiten Weihnachtsengel entstehen. Zwei Prototypen habe ich bereits gestaltet:.

Kommenden Sonntag kommen wir dann zusammen, um gemeinsam zu falten, zu fädeln und zu kleben :). Gesehen habe ich es hier.

Ausranchierte Bücher, die keiner mehr braucht und sich keine Leser mehr dafür begeistern, werden auch immer wieder bei Kirchens abgegeben. Von den Papierfaltkunstwerken auf Pinterest inspiriert, habe ich es auch mit dem Origami-Yoga versucht.


Mal sehen wenn es genug werden, möchte ich den 4,5 m hohen Tannenbaum in der Kirche damit schmücken :D. Ich finde diese "Papierkugel" hat was.

Last but not least wurde auch noch ein Röslein, welches abgeknickt war und deshalb aus dem Strauß fiel, habe ich nicht in die Grüntonne gegeben. Stattdessen kam sie in ein kleines Gläschen. Für den herbstlichen Touch sorgt der rötlich verfärbte Zweig des wilden Weines.


Mit dem Röslein in der Hand besuche ich den Friday Flowerday von Holunderblütchen. Euch eine schöne Zeit! Lieben Gruß bjmonitas

Sonntag, 11. Oktober 2015

Quittenbitte

Die Quitte hat anscheinend ganz viele Leute, die Spass an Lyrik haben, zum Reimen animiert. Darunter ein ganz berühmter Schreiberling namens Shakespeare, der die Quitte in King Lear verewigt hat. Aus der Neuzeit stammt ein Gedicht von Uwe Lammla:
QUITTEKöstlichkeit im Bitterpelze,
Die ich grad am Umschlagpunkt,
Da sich gilben grüne Hälse
Und noch nicht die Reife prunkt,
Ernte und mit hartem Felse
Abreib, daß da leucht die Mitte
Die ich auf dem Feuer schmelze
Bis zur Marmeladen-Quitte.


Winters meinen Fladen fruchten
Sollst als Mus und Quittenkäs,
Reservoir in Kellerfluchten
Schatz im gläsernen Gefäß,
Dräut des Frosts Boreaswuchten,
Lenke nicht zum Kaufmann Schritte,
Denn in sanften Vorratsbuchten
Gilbt die sonnenreiche Quitte.


Gold vom grünen Minosriffe,
Honigapfel, gut getarnt,
Daß der Tölpel sich vergriffe,
Dein Gehäus gar trefflich warnt,
Wer die Panzerung nicht schliffe
Und nicht pflegt die Kochkunst-Sitte,
Erntet Scham und Spötterpfiffe
Und das Schattenaug der Quitte.


Baum mit weiß und rosa Blüte,
Der den Weinberg fürstlich schmückt,
Nutzt dir Südhangs Sonnengüte,
Auch dein Traum im Norden glückt,
Wer sich um dein Herz bemühte
Wie Hephaist um Aphrodite
Mählt sich jedem Neophyte
Und der Heilmagie der Quitte.


Honig, Ingwer, Pfeffer, Essig
In den Quittensirup tunk,
Daß da bronzen glüh und messig
Schillere der heiße Trunk,
Sind die Tage streng und stressig,
Für den Magen Heil erbitte,
Und das Grimmen werde lässig
Durch die Linderung der Quitte.

Ein weiteres Gedicht, welches ich ganz witzig finde, weil es mit umgangssprachlichen Elementen bestückt ist, hat R. Herberth getextet:
Die Quitte
  von Roman Herberth
Man qualmt, und meine Bude stinkt.
Denn alle Köpfe rauchen.
Und wenn ein herber Rotwein winkt,
will keiner untertauchen.
Verschüttet wird, das ist normal,
der ausgesuchte Tropfen.
Dann riecht es wie im Weinlokal.
(Es folgt kein Schulter-klopfen.)
Dann hilft nur eines, wie du weißt.
Man nimmt sie in die Mitte.
Und jede Säufer-Nase preist,
die duftend reife Quitte.
Last but not least noch folgender Reim, den ich auf einigen Webseiten gefunden habe unter anderem hier und hier, stammt von Hubertus Janssen

Die Quitten-Bitte (von Hubertus Janssen)


Einmal im Jahr
so ist die Sitte,
einmal im Jahr,
da reift die Quitte.
Einmal im Jahr,
wenn herbstlich Mitte.
Einmal im Jahr
schmeckt süß die Schnitte.
Es ist die Zeit,
wenn diese Quitte
- nach alter gelber Quitten-Sitte -
dem Pflücker flüstert eine Bitte:
So köchel mich weich,
für die Schnitte!
Damit ich fortan als Gelee
auf Brot mich bette
anbei zum Tee.
Die Quitte dient aber nicht nur als des Dichters Inspirationsquelle, sondern sie ist ihres Zeichens auch eine Heilpflanze. Ihr lateinischer Name lautet Cydonia oblonga od. Pirus cydonia und sie gehört zu der Familie der Rosengewächse. Sie wird hauptsächlich angewendet, wenn man Husten oder Durchfall hat, aber sie hat noch mehr Anwendungsmöglichkeiten siehe hier oder auch hier.

Jedenfalls war ich am Freitag bei einer Freundin ernten.


Apfel- und Birnenquitten und eine handvoll Äpfel. Nun bin ich dabei alles zu verarbeiten. Heute habe ich einiges durch den Dampfentsafter gejagt. Daraus soll in der nächsten Zeit Quittengelee werden. Zunächst habe ich den Saft in Flaschen abgefüllt, so kann ich nach und nach Gelee herstellen. Da es morgen Dippelappes oder Schales geben soll, habe ich Quittenmus gemacht. Dann möchte ich noch ausprobieren Quittenbrot und Quittenlikör herzustellenQuittenschmuck habe ich auch gestaltet:
Am Fusse des Altars habe ich eine Baumscheibe plaziert. Darauf eine Ranke der wilden Weinrebe bzw. der wilden Clematis drapiert. Dann habe ich versucht die übrig gebliebenen Quitten vom Erntesonntag geschickt zu arrangieren (ich weiß, das geht besser, aber manchmal gelingt mir halt auch was nicht so wie ich es mir ausgedacht habe). Naja Hauptsache ich kann damit bei Holunderblüte mitmachen. LG bjmonitas


Dienstag, 6. Oktober 2015

Things organized neatly

ist das neue Zen - jedenfalls für mich. Holunderblüte hat sich von Austin Radcliff, der Alltagsgegenstände ansprechend angeordnet bzw. organisiert fotografiert, anfixen lassen und hat eine neue Rubrik "Things organized neatly" in ihrem Blog wachgerufen.

Sofort musste ich an das Kunstbuch "die Kunst auf(zu)räumen denken, das meine Freundin vor ein oder zwei Jahren zu ihrem Geburtstag geschenkt bekam. Wir hatten uns damals förmlich darum gerissen, in dem Buch blättern zu dürfen.

Heute wollte ich nun meinen Beitrag zusammenstellen. Auf den ersten Blick hat er nichts mit Flechtwerk zu tun. Auf den zweiten Blick haben sie gemeinsam, dass beide ein "Dach über den Kopf" bieten - ok es ist ein wenig weit her geholt, aber was solls....Holunderblüte hatte es eh nicht zur Bedingung gemacht, dass man zum selben Thema etwas liefert.

Hier also meine Fotostrecke:

Erst wollte ich die Schneckenhäuser als Schneckenschneckenhaus ablichten....der Effekt kam aber so gar nicht zur Geltung.
Also habe ich die Schneckenhäuser anders gruppiert
das sah schon viel besser aus. Allerdings mischte nun auch Alegra mit....
Mit dem Resultat, dass ein Häusle geklaut wurde...

Nachdem ich Alegra mit Leckerli bestochen habe, konnte ich das Ensemble erneut ablichten
Dann fiel mir noch ein, dass ich einen Schmuckanhänger von einer Schnecke habe. Deshalb habe ich auch noch diese Anordnung fotografiert
Fazit: es macht einen Heidenspass, Alltagsgegenstände ästhetisch anzuordnen und dann zu fotografieren. Wie ich anfangs schon sagte es hat sehr viel von ZEN :).