Freitag, 25. September 2015

Rose trifft auf wilde Weinrebe

umzingelt von Weinbergschneckenhäusern, Moos und Baumpilz und einzelnen Zieräpfelchen (*ich hoffe es sind welche, denn ich habe vergessen ein Blatt vom Baum mitzunehmen. So ist nun die Fruchtbestimmung um einiges schwieriger)
und da ich es irgendwie nie hinbekomme, alles auf einmal zu fotografieren, zeige ich auch noch einmal den Blick von oben.
Dieses kleine Stilleben ziert jetzt mein Schlafzimmer. Denn würde es woanders stehen, würden sich, wie von Zauberpfotehand die Schneckenhäuslies und die Äpfelchens kullernd in der Wohnung bewegen und verteilen.

Die Babysöckchen sind auch schon fertig.
Aufgrund der Tatsache, dass Zwillinge unterwegs sind, muss ein weiteres Paar produziert werden.
So und nun genieße ich noch etwas das schöne Septemberwetter und gehe dann bei Holunderblütchen schauen, was es Neues gibt. Ein schönes Wochenende wünscht euch, bjmonitas!




Mittwoch, 23. September 2015

Broken seed stitch reloaded

Zu den Babyjäckchen und Mützchen gesellen sich logischerweise auch noch Söckchen. Gestern habe ich meine heißgeliebten Broken seed stitch Socken reloaded und angeschlagen. Hier habe ich sie zum ersten Mal in Babysöckchengröße gestrickt. Das Muster ist einfach nur genial und für Babysocken auch super gut geeignet, denn durch das Muster bedingt ist der Socken schön elastisch ohne ausgeleiert zu wirken. Ein elastischer Socken ist kein unwesentlicher Faktor, wenn man die Ankleideprozedur bei Babys nicht unnötig in die Länge ziehen möchte ;).

Jedenfalls werde ich 2-3 Paare dieser Socken stricken. Dann dürfte das Rund-um-Babyoutfit-Paket komplett sein.

Jetzt schau ich schnell bei Maschenfein vorbei....mal schauen was da Neues auf den Nadeln dazugekommen ist.

Montag, 21. September 2015

Acquerello & Petite Popover

m0onb3am hat in der ravelry gruppe "neue Muster stricken" Teststrickerinnen gesucht. Angespornt von meinen Erfahrungen mit den Babyjäckchen, traute ich mich mitzumachen.

Ich darf das Ergebnis hier schon zeigen, wenngleich die Anleitung noch nicht veröffentlicht ist. Es müssen ja noch die Ergebnisse der anderen Teststrickerinnen abgewartet werden. Für mich ist es kaum nachzuvollziehbar, aber ich war die 2. die mit dem Poncho fertig geworden ist!!! Normalerweise stricke ich ja eher im Schneckentempo vor mich hin und hinke hinterher.

Aber nun zur Präsentation - taaataaaa:

Aufgenommen am Rheinufer zu Worms vergangenen Sonntag
man kann auch die Zipfel über den Armen tragen:
Diese Tragevariante finde ich für mich nicht so günstig. Vielleicht sieht es ja mit einem Kleid auch schon wieder ganz anders aus.

Und da ich irgendwie im Sauseschritt unterwegs bin ist der Petite Popover auch schon fix und fertig.

Ein wenig besorgt bin ich schon, dass das Mützchen etwas zu knapp geraten sein könnte, wenn es dem Babyborn passt. Da ich das Gestrick noch nicht ins Entspannungsbad gegeben habe, könnte ja noch etwas Spielraum vorhanden sein. Falls nicht, stricke ich eben noch ein Grösseres. Geht ja schnell :D.

So nun gucke ich mal was sonst am Creadienstag so los ist.

 

Dickie

wurde dieses Mütze mit Hals- und Rückwärmläppchen ursprünglich von The Purl Bee  getauft (sie hat übrigens eine tolle Webseite mit vielen schönen Anleitungen zum Stricken, Häkeln, Nähen oder Sticken). Ihre Kolleginnen fanden den Namen nicht wirklich schön und so wurde es in Petit Popover umbenannt. Egal wie das Teil auch heißt - mir gefällt es. Im Sack der geschenken Wolle war auch ein Alpaka-Mix-Garn dabei, das dem von Purl Bee verwendeten Wolle sehr ähnelte. Mit dieser Wolle habe ich den Popover angeschlagen.

Neben den Babyoberteilen hier und hier möchte ich nämlich noch etwas für die Köpfchen und die Füßchen der Enkel meiner Patentante stricken. Mir persönlich gefällt die Idee von einer 3in1 Mütze super gut. Ich finde so rutscht es nicht so schnell vom Kopf, die Brust und der Rücken werden gewärmt. Das An- und Ausziehen wird erleichtert sowie die Armfreiheit ist gewährleistet. Was will man also mehr??

Mit 4,5 Nadeln kommt man natürlich im Sauseschritt voran und so bin ich schon beim Kopfteil angelangt.
Abgesehen davon, dass es nun um einiges zügiger vorangeht als beim Sommerponcho (der ist seit Samstag fertig. Gestern habe ich Catwalkfotos gemacht :D. Allerdings muss ich mit der Veröffentlichung warten, bis die Designerin grünes Licht gibt. Also bitte ich noch um etwas Geduld), gibt es für mich auch wieder etwas Neues zu lernen. Wie man später das Kopfteil schließt ist für mich neues Terrain und ich freue mich schon darauf diese Technik auszuprobieren.

So und nun schaue ich mal was die anderen so auf den Nadeln haben. LG bjmonitas

Donnerstag, 17. September 2015

Tugendhafte Frauen spinnen

Was als Chauvi-Spruch daherkommt sind eigentlich die Schlussworte eines wunderschönes Buches mit dem Titel: Frauen die den Faden in der Hand halten - von Thomas Blisniewski.



Der Autor lädt den Leser oder die Leserin auf eine Kunst-trifft-auf-Handwerk-Reise ein, die von Rubens über Hopper hin und her meandert. Das Taschenbuch ist hochwertig verarbeitet die Bilder liebevoll ausgewählt und die Begleittexte sind gut recherchiert, informativ, kurzweilig und ab und an mit einem Augenzwinkern geschrieben.

So ist der Titel meines Posts und die Schlußworte des Autors eben nicht chauvinistisch zu verstehen, sondern eher in dem Sinne, dass spinnende, webende, nähende, strickende, häkelnde oder klöppelnde Frauen keineswegs nur schöne und devote Gestalten sind und waren. Diese Tätigkeiten gingen mit dem kulturellen und gesellschaftlichen Wandel immer einher und wurden auch von den Frauen geprägt.

Das Büchlein hatte ich kurz vorm Urlaub in meiner Lieblingsbuchhandlung entdeckt und da rief es schon laut nach mir. Jetzt wohnt es hier und ich blättere nun täglich darin und finde immer wieder etwas Interessantes, das zum Verweilen und lesen einlädt.

Aus dem Literaturhinweis entnahm ich, dass es ein weiteres Büchlein mit dem Titel: Frauen, die nie den Faden verlieren - von Gail Carolyn Sirna gibt. Das kommt in jedem Fall auf meinen Weihnachtswunschzettel.

Findet ihr es auch spannend und faszinierend wie Kunst immer wieder unser Hobby aufgreift und reflektiert?  Herzlichst eure bjmonitas

Sonntag, 13. September 2015

Äpfel mit Stacheln

sollte man auf GAR KEINEN Fall essen. Als ich gestern in der Gemarkung unterwegs war, um für das heutige Blumengesteck Material zu suchen, wusste ich nicht, was mir da genau in den Korb gewandert ist.

Ich war fasziniert von einer Pflanze, die sich beim Nachlesen als Stechapfel entpuppte. Der Stechapfel ist in allen Teilen hochgiftig. Für mich waren die Fruchtstände interessant und so entfernte ich sämtliche Blätter und Blüten. Auf das westentliche reduziert konnte ich die Kapseln in Szene setzen. Der Rainfarn sowie die dunkelroten Beeren des Weißdorns setzten die Farbakzente.



Damit man nicht erkennt, dass ich eine Glasschale auf eine antrazitfarbene Keramikvase gesetzt habe, verwendete ich einen Kranz aus dünnen Ästen. Dieser Kranz wurde um die Glasschale gewickelt. Den Hopfen konnte ich einfach in das Geflecht einfügen ohne Draht verwenden zu müssen.

Das spätsommerliche Arrangement zeigt Pflanzen mit besonderen Eigenschaften. Der Rainfarn ist u.a. eine Färbepflanze, der Hopfen findet u. a. in der Bierbrauerei Verwendung und dem Weißdorn wird nachgesagt, dass er ein Liebesgruß ans Herz ist. Der Stechapfel, so giftig wie er ist, war von medizinischer und zeremonieller Bedeutung. Heute werden sie wegen ihrer schönen Blüten hauptsächlich als Zierpflanzen verwendet.

Euch einen schönen Restsonntag! Herzlichst bjmonitas

PS: hier zeig ich das Gesteck auch zwar erst jetzt, weil ich den letzten Termin verpasst hatte. Es sei hier versichert, dass das Gesteck immer noch im vollem Saft steht.

Dienstag, 8. September 2015

Einmal kreuz und quer durch die Republik

bin ich im wahrsten Sinne des Wortes mit dem Finger auf der Landkarte gefahren.

Anlass dafür waren die Vorbereitungen für eine Andacht im Seniorenheim, die ich morgen halte.

Ein ausrangierter Autoatlas aus dem Jahr 1991 musste herhalten.....
Ich fing am Sonntagabend im Norden der Republik an und arbeitete mich peut à peut kreuz und quer durch Deutschland durch. Ab und an touchierte ich die Anrainerstaaten :).
50 Stück der Origamifalttüten habe ich gebastelt. Sie sind in der gleichen Machart entstanden wie diese hier. hier kann man nachlesen wie's geht.

Gestern fuhr ich mit dem Fahrrad auf Erkundungstour. Ich wollte mir ein Bild machen wo welche Pflanzen gerade blühen. Denn ich wollte kleine Sträußchen binden, die als Spätsommergruß in die "Blumentöpfchen" (danke Birgit für den Begriff - so hatte ich das gar nicht gesehen) nach dem Gottesdienst an die Besucher gereicht werden sollten.

Heute dann war ich in der Gemarkung unterwegs, um die Zutaten zu besorgen.
Ins Körbchen wanderten: Goldrute, Rainfarn, Sauerampfer und Schafgarbe. Aus meinem Garten gesellten sich noch Zitronenmelisse, wilder Majoran und Lavendel hinzu.

Bevor ich jedoch in aller Ruhe die Sträuße binden konnte, war die Haus- und Hofkatzenpolizei zur Inspektion vor Ort:
Als der Job erledigt war, plazierte sich Alegra auf den Sitzplatz gegenüber von mir, und verfolgte das weitere Geschehen mit Wohlwollen.

Damit die Gebinde nicht bis morgen die Köpfe hängen lassen, habe ich zwei Pflanzschalen mit warmen Wasser befüllt und die Sträuße behutsam hineingestellt. Ich meine, die Kräuter sind auch so eine Augenweide. Was meint ihr?


Für viele Menschen sind diese Pflanzen einfach nur Unkraut, unnütz und überflüssig. Ich mag sehr gerne mit diesen Kräutern Gestecke arrangieren oder Sträuße binden. Sie sind einfach, klein, fein und widerstandsfähiger. In ihnen steckt so viel mehr als es den Anschein hat. Es braucht, wie so oft den zweiten Blick....

Liebevoll arrangiert, taugen diese "Un"kräuter auch als Blumenschmuck für den Esstisch oder wo immer man Blumenschmuck hinstellen mag.

Kombiniert man die Tütentöpfchen mit den Sträußen sieht das Ganze so aus:
Ein spätsommerliche Blumengruß als kleine Aufmerksamkeit, die Erinnerungen wachrufen sollen ans Reisen, an den Duft von Wiesen und abgeernteten Äcker und die Sinne anregen sollen.

Habt viel Freude an der Sinnlichkeit des kreativen Tuns! Ich gehe jetzt hier mal schauen, was sonst noch so gewerkelt worden ist und zum allerletzten Mal hier.

Herzlichst eure bjmonitas




Montag, 7. September 2015

Ponchozeit

3 Tage vor der Abreise in den Sommerurlaub habe ich Maschen für einen Sommerponcho angeschlagen. Es ist in zweierlei Hinsicht eine Premiere. Erstens ist es ein Oberteil (mein letztes Oberteil für mich habe ich 1989 gestrickt) und zweitens ist es ein Teststrick für eine Anleitung.

Der Beginn ließ sich schon einmal so vielversprechend an, dass ich meinen Projektbeutel auch in die Türkei mitgenommen habe. Ich wollte es auf einen Versuch ankommen lassen, ob es möglich ist, bei großer Hitze mit Vergnügen zu stricken. Die ersten Tage hatte ich noch genügend Lesestoff für die Zeit am Strand und so habe ich nur abends im Zimmer genadelt. Die Bücher waren dann schneller fertig geschmökert als erwartet und so probierte ich es einfach.

Gemütlich stricken bei ca. 45° geht prima, wenn man einen Schattenplatz hat und die Luftfeuchtigkeit gering ist :).

Wieder daheim eingetrudelt habe ich meine Mafalda zur Zwischenanprobe verpflichtet:

Es dauert also noch, bis der Poncho fertig ist. Blöd nur, dass es hier schon so frisch ist, dass ich JETZT schon einen Poncho gebrauchen könnte.....

*seufz*....sei's wie es sei; vorerst ist wohl meditatives Stricken angesagt. Denn eine Umrundung dauert und dauert....
Was andere auf den Nadeln haben, könnt ihr hier sehen.
Herzlichst bjmonitas

Samstag, 5. September 2015

Samen Guerilla in Pads

Gerade noch rechtzeitig vorm Urlaub habe ich von meinen Winterheckenzwiebeln und roter Gartenmelde Samen geerntet. Bei der Winterheckenzwiebel war ich sogar schon etwas zu spät dran wie man am Bild unschwer erkennen kann. Die Ausbeute war nicht mehr besonders ergiebig.
Beide Pflanzen gehören zu den alten Gartenkräutern und man bekommt sie nicht über den normalen Handel. Dabei sind sie eigentlich sehr nützlich. Denn sie sind u.a. gute Vitamin C Lieferanten. Die Winterheckenzwiebel ist winterhart und dadurch eine gute Alternative zum Schnittlauch (Schnittlauch hat die Winterheckenzwiebel leider vom Markt verdrängt, weil er feinere Röhrchen hat). Die Gartenmelde gilt als Spinatersatz (ich verwende die Blätter allerdings im Salat als leckeren Eyecatcher). Besonders die rote Gartenmelde eignet sich wohl sehr gut zum Pflanzenfärben, da ich ja aus Platzgründen nicht färbe, kann ich euch darüber keine Auskunft geben, aber in Zukunft vielleicht Birgit von Olann-Wolle und mehr .

Sie experimentiert gerne mit Pflanzenfarben und hat ihre Liebe zum Gärtnern entdeckt. Deshalb habe ich ihr Samenproben versprochen, damit sie ihren Garten bereichern und die Färbetauglichkeit austesten kann.

Heute morgen habe ich mich mit der Frage herumgeschlagen wie man Sämereien nett verpackt und sicher verschicken kann. Und das ist dabei herausgekommen:


So habe ich es gemacht:

1.
Die Tütchen mit Origamitechnik aus Seiten eines alten Lexikons gefaltet. Wie gefaltet wird, kann man hier nachlesen.


Nachdem ich die obere Lage der Spitze nach vorne geknickt habe, habe ich danach zwischen die Seiten der linken Ecke geschoben. So bleibt dennoch alles schön stabil, weil ich keine weiteren Verziehrungen anbringen wollte.

2.
Samensäckchen fertigen (Im Netz habe ich aufgeschnappt, dass man Kaffeefilter verwenden kann.)
Also habe ich einige Kaffeefiltertüten genommen und ein Glas ausgesucht, welches im Durchmesser kleiner ist als die gefaltete Tüte. Das Glas habe ich auf den Kaffeefilter gestellt u. den Kreis mit deinem Stift übertragen. Beim Ausschneiden habe ich darauf geachtet, dass ich einen kleinen Rest als Rand stehen ließ, damit ich beim Nähen etwas zum Festhalten hatte.


Mit kleinem Zickzackstich habe ich knapp am Rand beide Teile zusammengenäht und ca. 2 cm offen gelassen. Dann habe ich die Pads beschriftet und mit Samen befüllt und dann mit einer Zickzacknaht verschlossen. So bleiben die Samen schön trocken und beisammen.


Die Sämereien können nun in Pads auf Guerillareise gehen. Wer außer Birgit noch Interesse an Samen hat, darf sich gerne bei mir melden und bekommt dann auch Samenpads geschickt. Natürlich würde ich mich freuen, wenn ihr über eure Erfahrungen mit dem Samengut berichtet und eurerseits dafür sorgt, dass ihr Samen aus euren Ernten weitergebt. Warum das wichtig ist, kann man hier nachlesen.

Ach ja ein Hinweis noch in eigener Sache: Ich bin Hobbygärtnerin und somit übernehme ich keine Garantie, ob die Samen sortenrein oder noch keimfähig sind. Ich kann nur soviel sagen, dass bei mir die Pflanzen schon seit mehreren Jahren wachsen und die Gartenmelde sich auch selbst aussamt. Herzlichst eure bjmonitas