Freitag, 23. Juni 2017

Wenn ich mit...

Nele unterwegs bin, werfe ich die Zeit in die Luft (der zweite Teil des Satzes gehört zu einem Gedicht, welches mir unlängst geschenkt wurde. Vielen Dank E***** hierfür!!!)






Seither begleiten mich diese Worte. Immer wenn ich Hundesitterin sein darf, werfe ich nicht nur Frisbee, Knochen oder Ball für Neles Plezier, sondern, kann in diesen Momenten auch die Zeit in die Luft werfen. Ideen formen sich aus, steigen gen Himmel und kommen zurück. Pläne entstehen in meinem Kopf, wenn ich Nele bei der "Arbeit" zuschaue.

Am oder im Wasser hält man es ja dieser Tage besonders gut aus und ich kann das tun, was ich immer schon gern getan habe, die Natur beobachten. So füllt sich mein leerer Akku wieder auf, und neuer Tatendrang erwacht in mir.

Eine Projektidee ist schon vor anderthalb Jahren entstanden, aber die Finanzierung stand damals auf hölzernen Füssen. Mein Anliegen war es, Klangschalen zu erstehen, um diese, in meinem Wirkungsbereich einzusetzen. Der Antrag wurde abgelehnt und die Zeit verrann. Anfang diesen Jahres fand sich dann ein Spender und so konnte ich die lang ersehnten Klangschalen erwerben.

Tataaaaaaa:

Ich bin unfassbar dankbar und glücklich. Es wird zwar noch etwas dauern, bis ich mit einem Kurs beginnen kann, weil ich zuvor noch eine andere Pflichtübung absolvieren muss. In der Zwischenzeit werde ich mir das ein oder andere virtuell zeigen lassen und autodidaktisch aneignen *g*.

Ein weiteres Geschenk wurde mir nach Rückkehr in meiner Burg quasi vorm Wohnzimmerfenster geboten.

Es fing damit an, dass der unverkennbare Ruf ( tititi ) der Turmfalken bis zum Anschlag zu hören war. Ich blickte aus dem Fenster und da sah ich den vor kurzem Flügge geworden Turmfalken.

Ein Elternteil hatte ihm wohl einen Leckerbissen in die Dachkannel geworfen....so à la Vogel-Schnellrestaurant. Ich musste meine Panasonic schnappen und das Spektakel festhalten. So entstanden folgende Schnappschüsse:




 Nach dem Imbiss, wird sich gesäubert.....sehr löblich

und dann erst schaut man was mit den anderen ist.

Es scheint als ob auch Falken-Jungtiere die Zeit in die Luft werfen können:
Bald wird es soweit sein, dass er sich aufmacht um ferne Welten zu erkunden und zu entdecken. Heute aber dreht er lieber noch einmal eine Pirouette und bleibt uns noch ein wenig erhalten :).



Ihnen beim Großwerden zuzuschauen ist trotz der räumlichen Nähe schwierig, umso größer die Freude, wenn es dann passiert und sie auf der Bildfläche erscheinen. Ich vermute, dass wir ihn nur noch zu Gehör bekommen bevor er alsbald gen Süden aufbrechen wird.

Die Zeit des Aufbruchs nähert sich auch für uns....denn die Urlaubszeit beginnt. Ich bin schon ganz aufgeregt, weil es uns dieses Jahr ganz weit wegzieht, nämlich auf die Insel der Götter. Mehr davon, nach unserer Rückkehr. Passt auf euch auf und genießt die SommerZeit und werft sie auch mal in die Luft....es tut gut und befreit. In diesem Sinne gehabt euch wohl eure bjmonitas






Samstag, 17. Juni 2017

Rebelde

einige Rebellen sind mir in der letzten Zeit begegnet. Als erstes erfuhr ich unlängst von einer Insel namens Eigg. Deren Bewohner sich gegen jede Bevormundung, auch gegen die, jetzt mit London Europa verlassen zu müssen, wehren und dafür kämpfen, ihren eigenen Weg zu gehen. Willkommen in der "freien Volksrepublik" Eigg :)). Sämtliche Bewohner der Insel haben mehrere Jobs, was mir persönlich überhaupt nicht unbekannt vorkommt und so sinne ich darüber nach, dort mal Urlaub zu machen, um die Insel sowie die Menschen, dort kennenzulernen. Denn ich finde das was ich bisher erfahren habe, sehr sympathisch.

Kurze Zeit später war ich bei einer Veranstaltung in meiner Lieblingsbuchhandlung. Dort werden im Moment wieder Arbeiten von Quint Buchholz gezeigt. Buchholz ist mit seiner Art zu Malen sicherlich auch ein Rebell. Denn wer die Muse hat, Punkt für Punkt ein Kunstwerk zu schaffen, zelebriert das Slowzeichnen auf höchstem Niveau und bewegt sich gegen den momentanen Trend. Buchhandlung und Bilder wie geht das zusammen? Wenn der Zeichner eine Geschichte illustriert tritt die Verbindung zutage. Buchholz hat das zauberhafte Buch "Der langsame Weg zum Glück" von Luis Sepúlveda absolut passend illustriert.
 


infos

Wer mal reinlesen möchte, wird auf A**** fündig. Ich mag Schnecken sehr und sammele gerne ihre Behausungen wie man hier oder hier sehen kann.

Vergangenen Dienstag bin ich einer weiteren Rebellin begegnet. Während mein Nachwuchs Saxophonstunde hatte, machte ich meine Walkingtour und da erspähte ich sie. Bambustriebe, die ihren Weg raus aus den Gärten hin zum Wegesrand erkämpfen. Da ich immer mit einem Taschenmesser bewaffnet bin (man weiss ja nie), habe ich mir auf dem Rückweg einige Triebe abgeschnitten.

In heimische Gefilde zurück gekehrt, kamen diese Abschnitte erstmal in eine Vase. Ich hatte also Bambustriebe.....wie ich damit den Altarschmuck gestalten sollte, wusste ich zu diesem Zeitpunkt noch nicht. Also stöberte ich auf pinterest und ließ mich hiervon inspirieren. Neulich sah ich bei berlingärtnerin, dass man auch mal Schritt-für-Schritt per Fotostrecke zeigen kann, wie ein Gesteck entsteht. Die Idee fand ich so genial, dass ich es auch mal ausprobieren wollte. Da ich allerdings über kein vernünftiges Fotoshopprogramm verfüge, gibts jetzt ne Bilderflut....ich hoffe ihr seid gnädig mit mir *bibber*.

Hier aufgereiht meine Zutaten für das heutige Gesteck. Eine Glasschale, zwei Kenzan-Steckigel, Bambustriebe, Lilien, einige grüne Blätter sowie Wurzeln und Steine.
Die Kenzan platzierte ich in die Glasschale. Danach kürzte ich die Bambustriebe auf die jeweilige gewünschte Länge dabei entfernte ich Seitentriebe und Spelzen.
Danach steckte ich die Triebe gleichmäßig auf die Kenza. Es sollte nach einem Zaun, oder wie eine Hecke aussehen. Durch diese "Hecke" würden dann als Highlights die Lilien strahlen.
Um eine weitere Lilie verdeckt stecken zu können, kamen kürzere Bambustriebe in die vorderste Reihe und für die Tiefenwirkung längere Triebe in den Hintergrund.
Eine weitere Blüte wird im unteren Segment plaziert, damit sich das unsichtbare Dreieck² schließen kann.
Die Blätter dienen dazu, die Steckigel verschwinden zu lassen und außerdem dem Arrangement mehr Körper zu geben.

Eigentlich wäre das Gesteck nun vollendet, aber es beschäftigt mich noch die Frage mit oder ohne Wurzel? Die Kieselsteine habe letztendlich nicht gebraucht.
Auf dem Altar habe ich beide Varianten durchgespielt. Allerdings mit jenem Erfolg, dass ich mich immer noch nicht entscheiden kann.

Variante a)
Variante b):
In solchen Fällen, halte ich es wie die Schnecken.....und warte ab, was mein Herz mir sagt. Welche Variante bevorzugt ihr?

²Das unsichtbare Dreieck beim Ikebana: Die meisten Ikebana-Formen basieren auf den drei Linien shin (真), soe (副) und tai (体), die Himmel, Erde und Menschheit symbolisieren. Näheres kann man bei wikipedia erfahren.

Da wir uns in der Zeit nach Trinitatis (Dreifaltigkeit) befinden, finde ich ein Ikebanagesteck mehr als passend. Wer hier mitliest, weiß, dass ich mich meist an die Regel der "3" halte. Drei Zutaten für ein Gesteck. Denn für ein modernes Shoka sind drei Materialien erlaubt.

Mit diesem Betrag besuche ich jetzt Holunderblütchen. Euch noch ein schönes Wochenende! Eure bjmonitas










Montag, 29. Mai 2017

Orchideen im Schnitt

zu bekommen, sollte kein Problem sein. Jedenfalls dachte ich, dass es in der Floristik so ziemlich alles zu haben gibt was das Herz begehrt. Mein Herz begehrte Orchideen für das Ostergesteck (ich liefere jetzt Ostern nach.....pünktlich zum Pfingstfest (ggg)). In meinem Kopf hatte ich Orchideen gepaart mit Baumrinde und Holz gewürzt mit Moos sooo schön ausgemalt. Als ich dann beim Blumenladen meines Vertrauens vorsprach, und meinen Wunsch äußerte, wurde zustimmend genickt und die Orchideen im Schnitt bestellt.

Gründonnerstag nahte und somit auch mein Abholungtermin der Orchidee im Schnitt. Mein Erstaunen war nicht zu übertreffen. Denn mit einer Orchidee mit vielen Blüten an einem kerzengeraden Stamm hatte ich  nicht gerechnet!!! Wie sollte ich diese - wenngleich auch ganz andre Schönheit - nach der Vorlage meines inneren Auges in Szene setzen??? Spontan entschied ich: PLANÄNDERUNG. Ich nahm also noch frische Fresien und grünweiße Flamingoblumen mit für alle Fälle. Weiße Tulpen hatte ich noch vorrätig, aber es war abzusehen, dass sie nicht die ganzen Osterfeiertage durchhalten würden.

Dann machte ich mich ans Werk. Die Orchidee kam nun in eine große Glasstandvase. Um sie in Szene zu setzen, wurde sie mit Rindenabschnitten flankiert und auf dem mit Moos ausgelegten Vasenboden verteilte ich einige weiße Porzelaneier. Damit die Orchidee nicht verdurstet war sie in ein entsprechendes Röhrchen gepackt.

Die Vase kam auf die obligatorische Zederbaumscheibe. Die Kerzen gehören zu einem Gottesdienst - Kenner wissen warum. Das Kreuz und der "tote" Ast sollten am Gründonnerstag symbolisch schon einen Vorgesschmack bieten auf das was am Folgetag Thema sein würde.

Das was ich vorher als Tischschmuck geplant hatte, kam für den Tag in den Eingangsbereich.
Grün-weisse Flamingoblüte, weiße Tulpen und Grün auf einem Stück Baumrinde arrangiert. Da auch Blumen nicht nur von Luft und Liebe existieren können, muss für genügend Wassernachschub gesorgt sein. Das gelingt, wenn man eine entsprechende Schale verwendet. Für die nötige Stabilität sorgt mein Kenzan bzw. Metallsteckigel. Moos sorgt dafür die Illusion zu unterstützen, dass die Blüten aus dem Wurzelstück herauswachsen würden.
Das großen Porzellanei lugte absichtlich so ein bisschen aus dem Hintergrund hervor.....als Anspielung auf Ostern. Wie gut zu erkennen ist, musste ich zu Gründonnerstag schon Fresien mitverarbeiten, weil die Tulpen schon sehr schwächelten.

Deswegen musste ich nacharbeiten und folgende Variante entstand:

Die Orchidee hat ihren eigenen Platz erhalten und zwar als Gegenpol zu dem Gesteck auf dem Altar.
Das Arrangement mit Orchidee hielt über einen Monat!!! Ich musste den Stiel zwischendurch einmal kürzen sowie das Röhrchen mit Frischwasser auffüllen.... Also wer auf der Suche nach etwas Langlebigem sein sollte....dem kann ich diese Blüten wärmstens ans Herz legen.

Abgesehen von der floralen Kunst, die mich immer wieder beschäftigt, habe ich zur Bärlauchzeit Neues ausprobiert. Angefangen hat es damit, dass ich bei einer Freundin im Garten ernten durfte. Sie hat über die Maßen Bärlauch aus alles Ecken, Ritzen und Kanten sprießen, dass ich insgesamt zwei mal mit meinem Korb in ihr Reich einfallen durfte.
Aus der ersten "Fuhre" entstand das obligatorische Bärlauchpesto.....Leider habe ich vom Herstellungsprozess keine Bilder gemacht. Meine Pestos stelle ich ohne Parmesan her. Anstelle des Parmesans verwende ich gehackte Mandeln und/oder Pinienkerne. Die Schimmelanfälligkeit der Pestos geht so gegen Null und den Parmesan kann man bestens frisch über die Speisen geben.

Die zweite Ernte wurde zu Bärlauchsalz verarbeitet. Dazu benötigt man einen Mörser, Stößel und gutes unraffiniertes Salz (gute Zutaten sollte man schon verwenden, wenn man sich die Arbeit macht - meine Meinung). Den Bärlauch waschen, trockentupfen und kleinhacken. Dann in den Mörser geben dazu das Salz und reiben reiben reiben bzw. mörsern mörsern mörsern......
Sobald keine Bärlauchstückchen mehr zu identifieren sind ist das Salz auch ratzegrün und bereit für den nächsten Schritt. Der da lautet: das feuchte Salz auf einer Fläche verteilen, um es im Backofen bei niedrigster Temperatur trocknen zu lassen. Ich habe eine große Auflaufform verwendet. Das Salz darin ebenmäßig verteilt und es bei 60° im Backofen zum Trocknen gegeben. Damit es gelingt, sollte man dafür sorgen, dass die Türe des Ofens einen Spalt geöffnet bleibt und man sollte ab und zu das Salz umrühren. Das Endprodukt kann dann in ein Schraubglas zur Aufbewahrung gegeben werden. Der Geschmack, das Aroma des Bärlauches ist nun konserviert und gibt den Speisen den letzten Pfiff ;). Bärlauchsalz eignet sich auch prima als Mitbringselgeschenk - btw.

Dann habe ich noch etwas anderes ausprobiert. Das sieht man hier:
Ihr könnt ja mal überlegen was das sein könnte. Viel Spass beim Raten *g*. Habt einen schönen Start in die Woche! Herzlichst eure bjmonitas











Donnerstag, 25. Mai 2017

Sambuco

hat nichts mit Sambuca zu tun, sondern mit einer Pflanze, um die sich viele Mythen ranken. Der Schwarze Holunder (Sambucus nigra) wird nicht nur von Geistern, Feen und anderen Wesen bewohnt, er hat auch heilende Kräfte. Bei Erkältungskrankheiten und Fieber kann man die Holunderblüten als Tee trinken und sich danach zum Schwitzen ins Bett legen. Auch zur Stärkung des Immunsystems eignet sich ein Holunderblüten-Tee. Aufgrund der harntreibenden und blutreinigenden Wirkung, ist Holunderblüten-Tee auch bei Krankheiten wie z.B. Rheuma und Hautunreinheiten geeignet. Allerdings ist die Wirkung hier nicht medizinisch nachgewiesen. So heisst es in einschlägigen Nachschlagewerken. Ich mag Holunder und zwar sowohl die Blüten als auch die Beeren. Die Blüten verarbeite ich allerdings nicht in Tees oder Cremes, sondern in Marmeladen.

Heute hatte ich frei und da ich vor kurzem auch meine Abschlussarbeit abgegeben hatte, auch endlich wieder Zeit für die wirklich wichtigen Dinge des Lebens :D. Also gings heute morgen los, um die Hollerblüten zu sammeln. Was ich nicht bedacht hatte, war die Tatsache, dass an Christi Himmelfahrt auch schon in der Früh Mann und Maus mit dem Rad unterwegs ist und die irgendwie klingelfaul sind *seufz*. Egal mich hat zum Glück niemand umgefahren und ich konnte unbehelligt genügend Dolden pflücken.
Faszinierend wie so kleine Blütchen einen solch intensiven Duft verströmen können. Diesen Duft galt es in die Marmelade zu bringen. Am besten gelingt es, wenn man einen Sud ansetzt. In meinem Fall habe ich einen Sud mit Orangensaft mit den Dolden angesetzt. Da ich im Besitz eines kleinen Orangenbäumchens bin, habe ich die reifen Früchte heute geerntet. Nach dem gründlichen Waschen konnte ich die komplette Frucht in den Sud geben.
Daraus entstand zum ersten die Variante "Holunder-Orange" mit etwas Vanille.
Die Vanillestange habe ich kleingeschnitten und nicht herausgeholt. Ich wollte mal was anderes probieren. Beim Abfüllen erwies es sich allerdings als blöde Idee, weil sich die Marmelade nicht so gut abfüllen ließ. Die Vanillestückchen verursachten viele Spritzer.....

Für die zweite Variante sollten auch noch Erdbeeren verarbeitet werden.

Hier seht ihr die beteiligten Protagonisten. Da ich Kerne von Obst nicht so gerne in meinen Marmeladen haben möchte, passiere ich die Früchte immer durch die Flotte-Lotte. Damit das gut funktioniert, erhitze ich die Früchte zunächst, damit sie weich werden.
Nach dem Passieren sieht es dann so aus:
Nachdem das mit dem Vanillestangenstücken nicht so gut funktionierte, gabs hier dann als kleines Extra ein Strudelgewürz.

Getestet haben wir das Ergebnis auch schon *g*. Das Aroma des Holunders dominiert die Komposition, die Orangen sorgen für die Säure und die Erdbeere für das Fruchtige sowie für die Farbe. Hmmmm.....lecker, aber man muss Holunder mögen. Habt es gut! Herzlichst eure bjmonitas


Sonntag, 2. April 2017

Fastenbrechen

Seit 3 Jahren habe ich das Heilfasten für mich entdeckt und bin immer wieder erstaunt wie gut es mit Kind und Job zu vereinbaren ist. Allerdings, da bin ich mir sicher, klappt es so gut, weil ich in einer Gruppe bin. Abgesehen davon, dass man sich die Gemüsesuppe nicht alleine kochen muss, gibt die Gruppe Halt und Untersützung, wenn man einen Durchhänger hat. Außerdem macht es gemeinsam einfach mehr Spass.

Vergangen Donnerstag war unser letzter Abend der traditionelle Moment für den Bratapfel. Für mich hieß es allerdings noch einmal Gemüsebrühe schlürfen, denn ich wollte einen Tag dranhängen. Den Bratapfel habe ich mit nach Hause bekommen. So musste ich mir keine Sorgen um mein "Abendbrot" machen ;).

Die richtig schwierige Phase ist die Zeit während der Aufbautage. Denn dann ist man alleine und man muss sich genau überlegen was man zu sich nehmen möchte. Manche Ratgeber schlagen vor, Gemüsebrühe mit Gemüseeinlage zu sich zu nehmen. Ehrlich nach 9 Tagen Brühe essen hatte ich darauf keine Lust mehr. Andere empfehlen Knäckebrot n, aber das Knäckebrot was man so zu kaufen bekommt, schmeckt meines Erachtens eher nach Papier als nach Knäcke. Außerdem wollte ich auf den Zucker in dem industriellen Knäckebrot verzichten.

Ich begab mich auf die Suche nach einem Knäckebrot und auf Pinterest stieß ich auf jenen Blog: Kohlenhyd - Art. Dort wurde ein Knäckebrot nur aus Kernen vorstellt. Mehl wird nicht verwendet und die Herstellung wurde als einfach und unkompliziert eingestuft. Ich dachte so bei mir, wenn das so einfach ist, kriege ich es auch hin. Ich machte mich ans Werk und dabei merkte ich, dass ich die falschen Leinsamen hatte. Ich hatte irgendwie Leinsamenschrot eingepackt *seufz*. Sesamkörner hatte ich auch nicht im Haus, aber laut Rezept kann man die Kerne varieren. Deshalb habe ich Chiasamen stattdessen genommen.

So sah mein Knäcketeig aus bevor es in den Ofen geschoben wurde.

Das Schneiden der Stücke muss ich noch üben, aber ansonsten ist das Knäckebrot SUPER lecker!!! Und mit einem Frischkäse verfeinert mit Kräutern aus dem Garten ein Traum.
Zwei Dinge stehen fest: 1. meine Aufbautage werde ich durchhalten können, weil ich so etwas Leckeres habe, bei dem ich viel kauen muss :D. 2. Dieses Rezept werde ich fest übernehmen. Denn es schmeckt auch meiner Mitbewohnerin, die ansonsten sehr kritisch ist.

Diesen Sonntag habe ich mich auch mal wieder an einem Sonntagsgesteck versucht. Es gab Ranunkeln in Weiß und Pupur!!! Die purpurfarbenen Ranunkeln hatten es mir sofort angetan und so war klar, es wird eine Variante werden von dem Gesteck hier.

Als ich es fertig arrangiert hatte, gefiel es mir nicht besonders. Es fehlte der Pep. Kurzerhand schnitt ich an der Birke ein paar Äste, die ja schon kleine Blatttriebe haben, ab und fügte sie hinzu.
Nun sah es schon besser aus :).
Mir persönlich gefällt allerdings die Rankunkel - Gerbera Version besser. Bevor der Sonntag vorüber geht, besuche ich noch schnell Hollunderblütchen und schaue nach was sie am Freitag schönes gezaubert hat. Habt einen guten Start in die neue Woche! Eure bjmonitas